Wardenburg Aufatmen in der Gemeinde Wardenburg als vor knapp zwei Wochen Netzbetreiber Tennet den Trassenkorridor C als Vorzugskorridor für die geplante 380 kV-Stromleitung Conneforde-Cloppenburg-Merzen benannte. Die gefürchtete Trasse F, die mitten durch den Litteler Fuhrenkamp in Richtung Autobahn führen sollte, ist damit zwar noch nicht vom Tisch, aber ihr werden weniger Chancen eingeräumt.

Der Korridor C (Breite 1000 Meter) orientiert sich dagegen weitestgehend am Verlauf der bestehenden 220 kV-Leitung. Fragen rund um den bevorzugten Korridor beantworteten neun Tennet-Mitarbeiter am Montagnachmittag bei einem Bürger-Informationsmarkt im Wardenburger Hof. Hier fanden Interessierte Kartenmaterial, Info-Tafeln, Modelle und Computeranimationen vor, um sich über Verlauf und Technik zu informieren.

Zahlreiche Bürger und auch Behördenvertreter nahmen diese Form des Dialogs wahr. Einer von ihnen war Bernd Hinrichs, Vorsitzender der Modellfluggruppe Wardenburg. Der Verein will von Westerholt nach Charlottendorf-West umziehen. „Mit unserem neuen Platz wären wir nur betroffen, wenn Trasse F käme“, erklärte Hinrichs. Da bestehe aber noch die Chance, die Leitung 100 Meter weiter nördlich zu setzen.

Zahlreiche schlaflose Nächte bereitete bereits einem Ehepaar aus dem Kreis Cloppenburg der Vorzugskorridor. Seinen Namen möchte es nicht so gerne nennen, da es mehrere Ländereien im Einzugsgebiet des Korridors besitzt und nun besorgt ist um den Wert seines Eigentums. „So wie es aussieht, sind vier bis fünf unserer Grundstücke betroffen.“ Von einmaligen Entschädigungszahlungen halten die Eheleute nichts, schließlich würden die betroffenen Grundstücke erheblich an Wert verlieren. Jährliche Entschädigungszahlungen hielten sie für angemessener.

Eckart Cordes aus Harbern I wohnt seit 40 Jahren etwa 60 Meter von der bestehenden 220-kV-Leitung entfernt. Umso mehr freut es ihn, dass im Vorzugskorridor eine Erdverkabelung im Bereich des nahen Küstenkanal empfohlen ist. „Das würde für mich eine Verbesserung bringen.“ Zwar habe er sich an die Freileitung gewöhnt, aber bei bestimmten Wetterverhältnissen „hört man immer ein komisches Knistern“.Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, über die betroffenen Kommunen die Planunterlagen einzusehen und Stellungnahmen zum Vorhaben einzureichen. Zwei weitere Info-Märkte veranstaltet Tennet an diesem Dienstag, 20 Juni, 14 bis 19 Uhr im Gristeder Hof to Horn in Wiefelstede, und am Mittwoch, 21. Juni, 14 bis 19 Uhr, im Traditionshaus Taphorn in Cloppenburg.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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