Unter das Motto „Der Ort fährt aus“ hatte der Orts- und Heimatverein Bookholzberg-Grüppenbühren seine alljährliche, lange Zeit von Edeltraud Mietrach betreute Radtour gestellt, die am Sonntag am Bookholzberger Bahnhof startete. Dass am Ende – vermutlich wegen der herbstlichen Temperaturen und des drohenden Regenschauers – nur sechs Radler in die Pedale treten wollten, tat der Stimmung keinen Abbruch: Gut gelaunt brach die Gruppe um Heinz Kaemena, übrigens geprüfter ADFC-Tourenleiter, zu einer gut 20 Kilometer langen Tour „Rund um Bookholzberg“ auf. Durch Schiff­stede ging es über Gut Nutzhorn, Rethorn und Bookholzberg bis nach Hohenböken, wo sich die Radler in der „Tränke“ bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen stärkten.

Ebenfalls Kaffee und Kuchen gab es zum Abschluss des Waldgottesdienstes im Stühe. Wann die Traditionsveranstaltung initiiert wurde, vermochte Werner Wachtendorf, Vorsitzender des Orts- und Heimatvereins Bürstel-Immer, in seiner Begrüßung nicht mehr genau nachzuvollziehen. Die 25. Auflage sei es aber ganz sicher, so Wachtendorf. Einen festlichen Rahmen verliehen dem Gottesdienst abermals die Klänge der Jagdhornbläser Wildeshausen (ovales Bild rechts, im Vordergrund) und der Singgemeinschaft Immer unter der Leitung von Dietrich Stobbe. Dass in diesem Jahr nicht ganz so viele Gäste der Einladung des Ortsvereins gefolgt waren wie im Vorjahr, dürfte ebenfalls dem wenig einladenden Wetter geschuldet sein. Gelegentliches Frösteln unterm Blätterdach konnte nämlich auch der Inhalt der Predigt von Pastorin Susanne Bruns nicht verhindern, die sich mit dem Thema „Sonne“ beschäftigte.

Dass die Sonne sich am Wochenende so selten sehen ließ, störte die Bookholzberger Schützen indes wenig. Sie hatten anlässlich des „1. Bookholzberger Bergfestes“ eigens ein großes Zelt aufbauen lassen, das genügend Platz bot, so dass das Partyvolk sich um etwaige Regenschauer keine Gedanken machen musste. Wie die Proklamation fand am Sonntagabend in eben diesem Zelt auch die Ehrung langjähriger Mitglieder statt. Der Vorsitzende des Schützenvereins Bookholzberg, Wilfried Samtleben, gratulierte (ovales Bild oben, von links) Heinz-Dieter Rais anlässlich dessen 40-jähriger Mitgliedschaft sowie Tobias Ihde, Friedrich Scetaric, Jürgen Klattenhoff und Katharina Klattenhoff für 25-jährige Vereinszugehörigkeit. Ebenfalls für 25 Jahre im Verein ehrte Samtleben in Abwesenheit Doris Hasselberg und Günter Hasselberg.

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Ausgezeichnet wurden unmittelbar vor der Königsproklamation außerdem die Sieger des Firmen-, Vereins- und Clubschießens. Bei den Firmen bewiesen die Mitarbeiter der Firma Bährs die größte Treffsicherheit. Das Team siegte mit 136,1 Ringen vor dem Kalksandsteinwerk (132,9) und der Firma Manfred Rücker (132,4). Beste Einzelschützin wurde Iris Kolpack (Rücker/48,3). Im Wettbewerb der Vereine lag mit 142,3 Ringen der Jagdverein Grüppenbühren vor dem Chor Tonika (133,8) und der Feuerwehr Bookholzberg (131,0). Bester Einzelschütze war Bernd Kossen (Jagdverein/49,5). Bei den Clubs landete mit 133,5 Ringen „MC 88“ auf dem Siegertreppchen. Auf den Plätzen folgten der Skatclub Spitzenkiel (131,9) und „Weißer Stein“ (127,1). Hier sicherte sich Ralf Köhne (MC 88/ 48,3) den Einzelsieg.

Nicht um das Gewinnen, sondern ums Ankommen ging es beim Staffellauf zum Tag der Niedersachsen in Aurich. Dessen Teilnehmer staunten am Freitagabend nicht schlecht: Obwohl sie erst gegen 23 Uhr in Ganderkesee eintrafen, standen an den Straßenrändern applaudierende Zuschauer Spalier. „Ein Erlebnis“ sei das gewesen, hieß es vom Lauftreff Ganderkesee, der die Akteure mit großem Aufgebot begleitete: Ab Parkplatz Stuhr/Fahrenhorst liefen Marc Möller, Ronald Einemann, Axel Hoppe, Gerold Einemann, Reinhard Rischke, Oliver Respondek, Wolfgang Lindenthal, Stefan Schleper, Ute Ellinghusen und Ulrike Münster die letzten 17 Kilometer bis Ganderkesee mit. Bei der Autobahn-Überführung Adelheide, also neun Kilometer vor dem Rathaus Ganderkesee, schlossen sich zusätzlich Birgit Möller, Manfred Helmes, Herbert Müller, Angela Germer, Manuela Zinnhardt, Marietta Klein, Sabine Schmidt, Juliane Kalkbrenner, Elke Schalow und Werner Nolte an. Noch ein wenig später, auf dem Holzkamper Damm, stießen acht Fackelläufer des TSV Hoyerswege hinzu. In Ganderkesee wurden die Staffelläufer von der stellvertretenden Bürgermeisterin Christel Zießler empfangen. Zur Stärkung erhielten sie verschiedene Getränke und Bananen. Was den laufenden Gästen übrigens besonders imponierte: Dass ein Rathaus zu so später Stunde noch geöffnet war. . .

Deutlich früher dran waren da die Kinder der Grundschule Dürerstraße , die dem „Geheimnis der Zaubertrommel“ auf der Spur waren. In zwei einstündigen Vorstellungen führten die Erst- bis Viertklässler ihren Familien in der Turnhalle vor, was sie mit Hilfe des „Trommelzauber-Teams“, „TamTamThomas“ (Thomas Uken) und „D-Jane Ewa“ (Ewelina Hoffmann), einstudiert hatten. Dafür dankte ihnen Schulleiter Frank von der Aa herzlich und meinte: „Es war eine unvergessliche Woche mit euch.“ Nicht nur die jungen Darsteller – fantasievoll verkleidet etwa als Bäume, Kürbisse, Muscheln oder Krokodile – sangen und trommelten während der Aufführung enthusiastisch mit, auch für die erwachsenen Besucher gab es Gelegenheit, kleine afrikanische Stücke mitzusingen.

Musik spielte am Sonnabend auch im AWo-Altenheim Waldschlösschen eine bedeutende Rolle. Dort hatte die Heimleitung für die 62 Bewohner und deren Angehörige ein Sommerfest organisiert – und sicherheitshalber ebenfalls ein Zelt geordert. „Das Fest wird jedes Jahr toll von den Angehörigen angenommen“, freute sich Heimleiterin Heinke Schwarze angesichts des voll besetzten Festzelts. Für den musikalischen Rahmen sorgte in bewährter Weise Alleinunterhalter Karl-Heinz Pranke. Gastauftritte hatten die Tanzgruppe vom VfL Stenum (Leitung: Rosemarie Kohlstedt), die als „Russisches Ballett“ debütierte und ihrem Publikum Lachtränen in die Augen trieb, sowie der Singkreis Bookholzberg von Herta Heße. Ganz besonders fieberten die Bewohner jedoch dem Bingo-Spielen am Nachmittag entgegen – wie Heinke Schwarzes berichtet, immer „ein Highlight des Sommerfestes“. Als Hauptgewinn hatten die Organisatoren von Sponsoren dieses Mal sogar einen Strandkorb zur Verfügung gestellt bekommen. Den passenden Abschluss bildete, wie es sich für ein richtiges Sommerfest gehört, ein gemeinsames Grillen der Heimbewohner – dass die Temperaturen nicht gerade zum Draußensitzen einluden, störte dabei recht wenig.

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