Iserloy Dass der alte Kornboden auf dem Garms-Hof in Iserloy zu einer Modell-Spielwelt umfunktioniert wird, hatte vor einigen Jahren noch niemand gedacht. Auch nicht Michael Garms: Nun hat er auf einer Bodenfläche von 110 Quadratmetern und einem Spielbereich mit rund 75 Quadratmetern eine Welt rund um die Landwirtschaft geschaffen.

Im Mittelpunkt stehen in „Siku-Hausen“, wie Garms seine kleine Kunstwelt nennt, ferngelenkte Traktoren, Lkw und andere Fahrzeuge im Maßstab 1:32. Wie von Geisterhand gelenkt, drehen die originalgetreuen Modelle auf den Straßen entlang der Biogasanlage, den Scheunen und Silos ihre Runden. Ob mit Anhänger oder Feldgerät – der Spielfaktor ist groß. Neben Straßen können nämlich auch Acker und Grünland befahren werden. Fast wie im echten Leben ist alles mit Egge, Walze oder Schwader bearbeitbar.

Inzwischen hat sich die „Siko Control North West IG“ gegründet, wie Michael Garms erklärt. Dahinter steht ein lockerer Zusammenschluss von Fans der digitalen Traktor-Technik. Zum dritten Mal fand nun ein Treffen in Iserloy statt. „Einige unserer Mitglieder kommen fast ganz aus Hamburg, andere aus dem Ruhrgebiet.“ Dabei steht neben dem Spielfaktor das Fachsimpeln im Vordergrund. Denn original sind die meisten Fahrzeuge nicht mehr. Sie wurden von den Besitzern modifiziert, und somit gibt es immer viel zu sehen und zu erzählen.

Zusammen mit Kai Ostendorf und Florian Hoge-Heemann hatte Garms im Oktober 2015 die Weichen in Richtung Bauern-Miniwunderland gestellt. „Böden sowie Wände wurden verkleidet und erste Straßen und Felder gebaut“, so Garms. Die ersten Fernlenktrecker kamen auf die Anlage. „Vier waren das am Anfang. Jetzt haben wir rund 20 Stück und auch noch vier Rennautos, die rasant durch die Anlage gelenkt werden können“, erklärt Kai Ostendorf. Dabei fließt nicht nur Herzblut, sondern auch eine Menge Geld in die Modelle.

Heute lässt sich mit den landwirtschaftlichen Anhängern, mit Pflug oder Schieber vielerlei simulieren. Modellwelt-Sägespäne mit Kork stellen das Heu dar. Kaffee gibt gute Ackererde, die bestens mit den etwas modifizierten Anbaugeräten bearbeitet werden kann.

Ein richtiges Großsilo ist vorhanden, eine Waage zum Wiegen der Gespanne ebenso. Natürlich wird elektronisch aufgezeigt und gespeichert, wer was in welcher Menge geladen hat. In „Siku-Hausen“ lässt sich nahezu alles nachspielen, was in der Landwirtschaft tägliche Arbeit bedeutet.

Während die Jugend liebend gerne mit den Fahrzeugen spielt, denken die Väter meist schon wieder über Ergänzungen und Bastelaktionen nach. Kurzum: ein Freizeitvergnügen für Vater und Sohn. Die Mütter halten sich jedoch bislang noch etwas im Hintergrund.

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