HARPSTEDT HARPSTEDT/AK - Der krisengebeutelte Harpstedter Turnerbund (HTB) sieht einen Silberstreif am Horizont, seit sich eine Einigung zwischen dem Immobilienverkäufer Uwe Schmidt und den Ex-Vorsitzenden Horst Bokelmann und Michael Voß als Kaufvertragsunterzeichner abzeichnet (die NWZ berichtete). Doch Ruhe ist im Verein noch nicht eingekehrt – zu groß die Sorgen, zu denen in den Vorwochen heftige Dissonanzen zwischen den kommissarischen Vorsitzenden Günther Kostka und Michael Hübner sowie den Vorstandskollegen hinzukamen. Der so genannte Restvorstand meldet sich nun mit Vorstellungen zur künftigen Vorstandsarbeit zu Wort, die die Gruppe als „Lehren“ aus den Erfahrungen und den „bis zum heutigen Tage heftig geführten Auseinandersetzungen im Vorstand“ versteht. Die Erklärung, die auch an alle Übungsleiter gehen und ab Wochenbeginn in den Turnhallen ausliegen soll, wurde im Hinblick auf die Jahreshauptversammlung am 10. März (20 Uhr, Koems-Saal) verfasst: Dann, so heißt

es, stelle sich die Frage nach Konsequenzen, um „gefährliche Alleingänge einer Vereinsführung auszuschalten“.

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Vier Eckpunkte listen Hans-D. Daum (Gerätewart), Lisa Fritsche (Pressewartin), Margret Hauk (Kassenwartin), Stefanie Hering (Frauenwartin), Wolfgang Kinzel (Sozialwart), Tanja Koutianidis (Jugendwartin) und Uwe Weinert (Geschäftsführer) auf. So solle der neu gewählte Vorstand den Auftrag erhalten, die Vereinssatzung zu überarbeiten, um die Mitglieder 2007 darüber befinden zu lassen. Weiter solle der Vorstand „in grundlegenden Fragen der Vereinsarbeit gemeinsame Beschlüsse verabschieden, an die sich jedes Vorstandsmitglied einschließich der beiden Vorsitzenden zu halten haben“. Punkt 3: Um die positive Gesamtentwicklung des HTB zu stärken, wird ausdrücklich auf den Ausbau ehrenamtlicher Arbeit gesetzt. Und schließlich: „Gerade“ die Vorsitzenden dürften ihre Führungspositionen „nicht eigenmächtig für Alleingänge und Selbstdarstellungen missbrauchen“; der HTB brauche einen Vorstand, in dem sich alle als Spieler einer Mannschaft verstünden.

Was den unseligen Druckhaus-Kauf angeht, bleibt für die Vorstandsvertreter zwar „das Motiv für das eigenmächtige Handeln der beiden Ex-Vorsitzenden im Dunkeln“ – gleichwohl rechnen sie ihnen an, dass sie „ihren Fehler selbst ausbaden“ und der Vereinsrettung bisher „keine Steine in den Weg legten“. Dankbar sei man auch dem Immobilienverkäufer, der den Kaufvertrag zurücknehmen wolle, sowie dem Vereinsmitglied Jens-Peter Gieschen für die anwaltliche Beratung des Vereins.

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