Ganderkesee Eins stellt der ehemalige Ortsbrandmeister Friedrich Rohlfs als Erstes klar, wenn man ihn nach seinem ersten Auto fragt: „Ein Auto war für mich schon immer nur ein Gebrauchsgegenstand, den ich aber immer gebraucht habe.“

Mit genau 18 Jahren habe er seinen Führerschein gemacht und fuhr dann mit dem Opel Kadett seiner Eltern. „Das war die erste Serie des Kadetts, glaube ich. Das Auto war rot und hatte ein schwarzes Dach“, erinnert sich der heute 63-Jährige. „Aus heutiger Sicht kann man sich kaum vorstellen, was dieses Auto alles nicht hatte.“ Damals war er mit dem Wagen aber ganz zufrieden.

Irgendwann kaufte er seinen Eltern einen anderen Kadett ab – diesmal in Orange und mit allen Extras. Rohlfs blieb den Rüsselsheimern treu: Der nächste Wagen war wieder ein Kadett – himmelblau, nagelneu und mit allen Extras. „Ich habe immer großen Wert auf die technische Ausstattung gelegt. Ich war ja Büromensch und konnte selbst nichts am Auto machen“, erzählt der Pensionär. Er sei immer ein guter Werkstattkunde gewesen und habe keine Inspektion ausgelassen.

Auch nach dem dritten Kadett schwor Rohlfs weiterhin auf Opel: Es folgten Ascona, Manta und Omega. Den letzten fuhr er am längsten, rund zehn Jahre. Mit seinem Omega war er viel unterwegs, brachte seinen Sohn, der Rock’n’Roll tanzte, zu Turnieren in ganz Deutschland und fuhr auch bis nach Château-du-Loir, Ganderkesees Partnergemeinde in Frankreich.

Auch die eine oder andere Panne musste Rohlfs dabei wegstecken. „Die ADAC-Mitgliedschaft hat sich bei mir immer bezahlt gemacht.“ Einmal sollte es mit der Familie an die Ostsee gehen. Die Kinder waren schon mit Bekannten vorgefahren. Rohlfs fuhr mit seiner Frau und dem Gepäck für fünf Personen hinterher. Der Omega blieb aber liegen. Als Ersatzwagen musste der Corsa seiner Frau herhalten. „Man kann sich ja vorstellen, dass da nicht so viel rein ging wie in den Omega. Wir mussten ganz schön quetschen“, erzählt er.

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Irgendwann trennte er sich auch von seinem Omega und kam ins Grübeln: „Die letzten drei Wagen sind ausgefallen, weil die Zylinderkopfdichtung kaputt war. Da stand dann mal ein Markenwechsel an.“

Eigentlich habe er ja einen Mercedes gewollt. „Bei der Feuerwehr konnte ich Erfahrungen mit vielen anderen Autos sammeln. Die meisten waren Volkswagen, und die machten einen ganz guten Eindruck“, erklärt er. Also doch kein Mercedes, sondern ein Passat. Erstmals auch ein Diesel. „Die fand ich sowas von toll. Da hab’ ich nie ein Problem mit gehabt“, sagt Rohlfs. Von nun an blieb er beim Volkswagen und fährt im Moment einen Golf Plus – mit intakter Zylinderkopfdichtung.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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