Die Fahrt des Heimat- und Bürgervereins Kirchhatten führte 18 Mitglieder an die Weser zur Besichtigung der Fassmer-Werft und des U-Boot-Bunkers Valentin. Organisiert hatte Vorstandsmitglied Stephan Möller die Tour. Zunächst wurde die Fassmer-Werft besichtigt. Das Unternehmen informierte über sein überraschend breites Spektrum der Arbeit – über die Entwicklung der kleinen Werft für Rettungsboote hin zu einem weltweit agierenden Unternehmen mit vielfältigen Tätigkeitsfeldern vom klassischen Schiffbau über Lösungen für die Wind-Energie-Branche bis zu Luxus-Yachten und marinetechnischen Dienstleistungen. Sehr anschaulich wurde den Gästen ein Blick hinter die Kulissen gewährt und dabei auch die Herausforderungen für ein Werftunternehmen an der Weser anschaulich gemacht.

Nach einer Stärkung beim Mittagessen im Fährhaus Farge, bei der die Eindrücke im Gespräch vertieft werden konnten, führte es die Teilnehmer zum Bunker Valentin und damit zu einem düsteren Kapitel deutscher Schiffbaugeschichte. Die Ziele des nie in Betrieb gegangenen Werftbunkers für U-Boote wurden dabei ebenso eindringlich veranschaulicht wie die skrupellose Ausbeutung von Kriegsgefangenen, Verfolgten oder in Erziehungslagern drangsalierten Menschen durch die menschenverachtende Rüstungsmaschinerie.

Die Zitate der Überlebenden und deren Hintergründe stimmten ebenso nachdenklich wie das machtvolle, von weither sichtbare Monument des Bunkers. Um viele Eindrücke reicher und dem guten Gefühl, einige interessante gemeinsame Stunden miteinander verbracht zu haben, kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Vereins am Nachmittag wieder zurück.

Besuch der Blühstreifen

Der Hatter Hegering ist mit 55 Teilnehmern vom Hof Backhus zu seiner Blühstreifenfahrt gestartet. Nicht nur Jäger und Landwirte, sondern auch Imker und andere am Naturschutz Interessierte hätten teilgenommen, berichtet 1. Vorsitzender Gerno Köhrmann. Wegen der Trockenheit dieses Sommers sahen die Blühstreifen nicht so eindrucksvoll wie in den Vorjahren aus. Das Anlegen der Streifen soll aber 2019 fortgesetzt werden, so Köhrmann.

In diesem Jahr waren 18 Hektar angelegt worden. „Vielleicht knacken wir ja die 20er-Marke“, so der Hegeringsvorsitzende. Die Saat stammt aus dem Biotopfond der Kreisjägerschaft. Zum Abschluss der Tour gab es für alle Bratwürste und Bier.

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