Hurrel /Hude So richtig können die Landwirte den Umgang mit ihrem Berufsstand und die immer schlechter werdenden Rahmenbedingungen nicht mehr verstehen. Ärger und Unverständnis waren bei der Versammlung des Ortslandvolkvereins Hude im Gasthaus Mehrings in den Redebeiträgen unmissverständlich zu hören. Angesichts „Roter Kartierungen“ vieler Flächen in Bezug auf Nitratmessungen, der drohenden Düngeverordnung oder auch der vielen Diskussionen über Tierwohl und Klimawandel, bei den denen die Bauern immer wieder ins Visier geraten, ist die Stimmung angespannt.

Treckerdemos

Bernhard Wolff, Geschäftsführer des Kreislandvolks, bezeichnete die verschiedenen Treckerdemos, organisiert von der Initiative „Land schafft Verbindung“ (LSV), als notwendig und richtig, um auf die großen Sorgen der Landwirte aufmerksam zu machen.

Wolff ging auf weitere aktuelle Themen ein. Er erinnerte an den 3. April. Dann soll die neue Düngeverordnung verabschiedet werden. „Dazu erwarten wir eine kontroverse Diskussion“, sagte der Kreis-Geschäftsführer. Ergebnisse von erneut durchgeführten Proben stünden noch aus.

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Ergebnisse der jüngsten Bodenschätzung des Finanzamtes werden laut Wolff am Dienstag, 3. März, um 10 Uhr im Feuerwehrhaus in Hude bekanntgegeben.

Mäuseplage

Thema war auch die Mäuseplage auf vielen Grünlandflächen. Wie Wolff erklärte, könnten dadurch geschädigte Flächen per Eilantrag zur Neuansaat zugelassen werden.

Zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) sei klar, dass sie quasi vor den Toren der Höfe stehe. „Ein Ernstfall wurde bereits geprobt“, betonte Bernhard Wolff. Für die Landwirte dürfte es im Seuchenfall zu großen Einschränkungen kommen. Der Maßnahmenkatalog reiche von der Einrichtung von Kernzonen, Anordnung von Jagdruhe, Betretungsverbot, Umzäunung von betroffenen Gebäuden bis zur Bejagung und Tötung der Wildschweine.

Die Bearbeitung der Ernteverluste könnte sich bis zu sechs Monate hinziehen. Was das für den einzelnen Betrieb bedeutet, mochte sich niemand so richtig vorstellen. Zwar werde es dann Entschädigungen geben, aber höchstens zwischen 35 und 50 Prozent.

Stephan Eveslage von der R+V Versicherungen stellte eine Ernteausfall-Versicherung vor. Darüber könnte das Ausfallrisiko mit relativ geringen Beiträgen je Hektar verkleinert werden.

Blühstreifen

Für Blühstreifen soll es in Zukunft mehr Geld geben, hieß es. Außerdem wurde auf die Wahl des neuen Kreislandvorsitzenden hingewiesen. Als einziger Kandidat steht Detlef Kreye aus Großenkneten in den Startlöchern.

Wiederwahl

Bei den Vorstandswahlen gab es Wiederwahlen. Neben dem Vorsitzenden Ingo Wachtendorf erhielten Tobias Kaiser (Festausschuss), Jaqueline Tönjes (Öffentlichkeitsarbeit), Edo Schweers (Runder Tisch Natur) und Maik Huntemann (Einsatzkommando) erneut das Vertrauen.

Bevor NWZ-Chefreporter Karsten Krogmann seinen Vortrag „Landwirtschaft und Medien“ hielt, einigten sich die Mitglieder zudem auf die Einrichtung einer internen Whats­App-Gruppe.

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