Hurrel „Der Dürresommer 2018 hat uns Landwirten einiges abverlangt, sowohl den Ackerbauern als auch den Viehhaltern“, stellte Wilfried Wieting am Sonntagnachmittag zur Eröffnung des Erntedankfestes im Landgasthaus Mehrings in Hurrel fest. Er überbrachte die Grüße des Landvolkverbandes Hude. „Ertragseinbußen von 50 Prozent und mehr waren nicht selten“, so Wieting.

„Und trotzdem sagen wir danke“, betonte der Landwirt. Vor 100 Jahren hätte so ein extremes Jahr bittere Not verursacht. Die moderne Landwirtschaft von heute sei aber so leistungsstark, dass sie auch bei zu viel Regen wie 2017 oder Hitze und extremer Trockenheit wie in diesem Jahr die Ernte sicher hereingeholt habe, wenn auch mit Einbußen. Wieting wünschte sich den Abbau von Bürokratie und mehr Unterstützung durch die Politik für die Landwirtschaft. Und auch, „dass die Verbraucher unsere hochwertigen Produkte wieder besser wertschätzen“.

Das Erntedankfest wird jährlich wechselnd von den Bauerschaften Lintel, Altmoorhausen-Hemmelsberg und Hurrel ausgerichtet.

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In diesem Jahr war der neu gegründete Dorfverein Hurrel Gastgeber. Vorsitzender Markus Pape begrüßte die Gäste. Er dankte allen, die an der Vorbereitung beteiligt waren. Schon die große Beteiligung beim Bindern der Erntekrone habe gezeigt, dass in Hurrel das Dorfleben noch intakt sei. Pape dankte den Landwirten, die 365 Tage im Jahr ganz tolle Arbeit leisteten und dafür sorgten, „dass wir einen gedeckten Tisch haben“. Zugleich pflegten sie das Ortsbild.

Pastor Ingmar Hammann hielt den plattdeutschen Gottesdienst, der vom Bläserkreis der Kirchengemeinde begleitet wurde. „Landwirtschaft ist das Wichtigste, was wir haben. Davon werden wir alle satt“, so Hammann. Er mahnte zugleich, überschüssige Lebensmittel nicht zu vernichten, sondern für eine gerechtere Verteilung auf der Welt zu sorgen.

Mit lustigen Sketchen erfreuten neun Hurreler Kinder die Gäste. Kerstin Schwantje, Sylke Rüthemann und Tomke Stolle hatten diese mit den Sechs- bis 13-Jährigen einstudiert. Danach ging es ans große Kuchenbüffet, das Hurreler Frauen gezaubert hatten.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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