Huntlosen Erst im Oktober hat der Sportfischer-Ver ein Huntlosen eine Sohlen­gleite in den Huntloser Bach eingebaut. Das geschah am Ortsausgang Huntlosen in Richtung Sannum durch Kieseinbringung und Strömungslenkung. Diese ökologische Aufwertung hat sich in kurzer Zeit schon ausgezahlt. Die Meerforellen sind zurück in Huntlosen, wie der Verein jetzt erfreut berichtet.

Der Sinn der Sohlengleite: „Die neue Dynamik soll zur Sauerstoffanreicherung und Formung des Bachbettes – sogenannte Kolkbildung – dienen“, so der 1. Gewässerwart Timo Beyer. Weiter sollte der Untergrund als Laichhabitat für die Meerforelle und andere Kieslaicher verfügbar sein. Die Huntloser Fischer setzen nämlich seit Jahren kleine Meerforellen (Brütlinge) in ausgewählten Bächen des Vereinsgebietes aus.

Zur Meerforelle: Sie lebt im Salzwasser der Meere und kehrt jeden Winter zum Laichen in die kleinen Süßwasserbäche zurück, in denen sie bis zum zweiten Lebensjahr aufgewachsen sind. Der Fisch wird beim Abzug in die Meere auf ihre Kinderstube „geprägt“ und findet auch nach hunderten Kilometern Reise den Geburtsbach wieder. Kräftig gewachsen bis zu 90 Zentimeter legt die Meerforelle die Eier in Kieshaufen ab, die sie selbst durch Bewegung aufwirft. Dafür benötigen sie den kiesigen Untergrund.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Umso größer war die Freude bei den Huntlosern, als die Maßnahme an der Sohlengleite des Huntloser Bachs schon nach zwei Monaten zum Erfolg führte. „Die einziehenden Meerforellen streiften bei Hochwasser suchend durch den Huntloser Bach und wurden schnell auf den neu gestalteten Bereich aufmerksam“, heißt es. „Hoch aufgeworfene Kieshaufen und davor liegende Gruben verrieten, wer da am Werke war.“

So konnten die Huntloser diese Saison das erste Mal im Rahmen der Wiederansiedlung der Meerforelle Eier aus dem Huntloser Bach gewinnen und befruchten. Insgesamt wurden im Vereinsgebiet 58 Fische nachgewiesen. Daraus konnten 35 000 Eier gewonnen werden und im Bruthaus in Oldenburg zur Bebrütung aufgelegt werden. „Dies ist eine Verdopplung der Zahl nachgewiesener Fische gegenüber dem Vorjahreszeitraum“, teilt der Verein mit. Die durch Elektrofischerei gefangenen Fische werden nach dem Abstreifen der Eier unverletzt wieder in die Bäche zurückgesetzt.

Fazit der Sportfischer: „Die schnelle Annahme der neuen Kiesfläche zum Laichen zeigt den Mangel an Laichgründen und belegt den Erfolg.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.