WILDESHAUSEN „Alles im Lot auf’m Boot“, sangen die Jugendlichen an der Wildeshauser Hunteschule. Sie können seit dem Freitag mit einem frisch restaurierten Boot, 8,50 Meter lang mit zwei Masten, in See stechen. Doch zuvor stand – recht einmalig für eine Wildeshauser Schule – die „Taufe“ an. Schülersprecherin Lena Kaiser und Mitschülerin Vanessa Brenner (10) tauften den Marinekutter K2K auf den Namen „Scheerche“ – angelehnt an das frühere Panzerschiff „Admiral Scheer“, zu dem das Ausbildungsboot einst gehörte.

Im Rahmen eines mit EU- und Kreismitteln geförderten Projekts gegen Schulverweigerung hat Christoph Essing mit einer Gruppe von Schülern mehr als 1600 Stunden im Europa-Zentrum (EZ) Brettorf an dem gut 70 Jahre alten Kutter gearbeitet, um ihn auf seine erneute „Jungfernfahrt“ vorzubereiten: „Einige Bauteile waren völlig zerstört“, berichtete der Hauptschullehrer mit langjähriger Erfahrung im Bootsbau). Als es Freitag im Zwischenahner Meer zu Wasser gelassen wurde, zeigte sich: Die Arbeit hat sich gelohnt; der Rumpf ist dicht.

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Thomas Trüper, Leiter der Hunteschule, dankte im Rahmen einer Feierstunde für das großartige Engagement. Das einstige Kriegsgerät sei für Friedensarbeit genutzt worden. Mit dem Boot könne wertvolle pädagogische Arbeit geleistet werden. Der Kutter sei zudem gutmütig zu fahren. Lehrerin Danica Schulz überreichte Trüper ein Logbuch, das er wie ein Klassenbuch pflegen solle. Glückwünsche überbrachten Wilfried Fürup vom Schulamt des Landkreises sowie Bürgermeister Dr. Kian Shahidi. Das „individuelle Lernen“ im Rahmen des Bootsbauprojekts habe zu einem großen Erfolg geführt. Shahidi riet „müden Schülern“, solche Chancen auch künftig zu ergreifen und wünschte stets „eine Hand breit Wasser unterm Kiel“.

Die „Scheerche“ hat für die nächsten Jahre ihren Liegeplatz im Zwischenahner Segelclub. Sie soll auch anderen Schulen und Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Dazu will die Hunteschule eine von Schülern betriebene Charterfirma gründen.

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