Wardenburg Mehr Arten in den heimischen Gewässern ansiedeln – das ist das Anliegen von Paul Riefstahl und dem Fischereiverein Wardenburg, dessen 1. Vorsitzender er ist. Gerade erst haben die Fischereifreunde ein neues Artenschutzprojekt in Gang gebracht: In der Lethe, direkt am Vereinsheim neben der Wassermühle, hat der Verein mit Unterstützung des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (LNWKN) vier Kiesbänke geschaffen, die als neue Habitate für heimische Fischarten dienen sollen. 350 Tonnen Kies wurden dafür herangeschafft. 14 bis 15 000 Euro haben die Arbeiten gekostet.

„Das Wasser wird zum Teil angestaut und die Strömung nimmt an den schmalen Stellen zu. Dadurch sollen mit der Zeit Aushöhlungen entstehen, an denen sich Fische ansiedeln“, erklärt Riefstahl den Gedanken hinter der Maßnahme. Besonders Fische, die bevorzugt im Kies ablaichen, sollen sich hier wohl fühlen.

„Wir wollen natürlich gerade die Fische hier ansiedeln, die hier früher einmal heimisch waren, jetzt aber kaum noch zu finden sind“, sagt der 70-Jährige. Dazu gehören etwa das Neunauge, die Meerforelle oder der Lachs. Insgesamt stehe es um die Fische in der Gemeinde aber recht gut: „Wir haben hier schon so manche Meerforelle gesehen. Die kommen also wieder. An den meisten Stellen kommen die Fische auch ungehindert durch. Das ist das Wichtigste.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Zwar gebe es noch einige Sachen, die der Vereinsvorsitzende gerne angehen möchte, aber zunächst wolle man beobachten, wie sich die neuen Habitate entwickeln. Möglicherweise müsse noch Kies nachgelegt oder entfernt werden. „Das ist aber ein sehr langwieriger Prozess“, gibt Riefstahl zu bedenken.

Wenn die Maßnahme glückt, ist es nicht nur ein Erfolg für den Artenschutz, sondern auch für die Angler. Denn dann gibt es wieder besonders leckere Fische auf den Teller.

Christopher Hanraets Redakteur / Redaktion Varel
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.