Berne /Hude Es ist sicher ein ungewohntes Bild, von hier aus auf die Weser zu blicken, begrüßt Andreas Bettray die mehr als 20 Gäste im Restaurant Weserblick in Berne. Zum 15. Neujahrstreffen hat der Geschäftsführer der Fähre Bremen-Stedingen GmbH eingeladen und 21 der 34 verrenteten Fährmitarbeiter sind der Einladung gern gefolgt.

Bevor bei Kaffee und Kuchen jede Menge Zeit für Erinnerungen ist, wirft Bettray, stolz auf das tolle Team, einen Blick auf die Jahre 2016 und 2017. Mit einem Rekordergebnis von 5,1 Millionen Personen und 2,1 Millionen Fahrzeugen, die an den drei Anlegestellen über die Weser befördert wurden, ist das Jahr 2016 abgeschlossen worden.

Der Zuwachs von 12 000 Personen und 56 000 Fahrzeugen zeigt, wie wichtig die Verbindung über die Weser ist, sagt Bettray. Darum hat der Aufsichtsrat im vergangenen September beschlossen, in überschaubarer Zeit nun einen dritten Neubau in Auftrag zu geben. Das mit neuester Hybridtechnik ausgestattete, 5,4 Millionen Euro teure Fährschiff soll im September in Betrieb gehen. Der Dieselmotor wird im Nachtbetrieb auf gespeicherten Strom umgestellt, so dass die Fähre emissions- und geräuscharm die Weser kreuzt.

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Das Bundesverkehrsministerium fand das Konzept so überzeugend, dass es die umweltfreundliche Technik mit 302 000 Euro bezuschusst.

Abschied nehmen heißt es dafür von der „Berne-Farge“, auf der viele der Anwesenden in oft mehr als 30 Jahren Betriebszugehörigkeit ihren Dienst absolviert haben. Am Montag ist die an eine irische Reederei verkaufte, 1983 bei Fassmer gebaute Fähre am ehemaligen Vulkan-Gelände in Bremen-Nord auf ein Spezialschiff verladen worden.

Viele Erinnerungen an die „Berne-Farge“ hat beispielsweise Horst Ammermann. 34 Jahre ist der Huder als Schiffsführer in der Hauptsache auf diesem Fährschiff gefahren. Nebel sei für ihn überhaupt kein Problem gewesen, weil sich das moderne Radar heranzoomen ließ, erklärt Ammermann. Er stammt aus einer Binnenschifferfamilie und ist seit 2010 Rentner.

Ein Teilnehmer hat sogar seine Kurverlängerung abgelehnt, um seine alten Kollegen wiederzusehen, berichtet Bettray. Besonders aber freut sich der Geschäftsführer, dass Willi König, Johann Löschen und Helmut Amelsberg mit 95 beziehungsweise 90 Jahren noch so viel Interesse an ihrer ehemaligen Arbeit zeigen.

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