Hude /Wüsting Im Active Center der Amazonen-Werke in Hude lagen jüngst auf einem Tisch 129 bunt verpackte Geschenke. Sie alle stammen von Hudern und Wüstingern, die bedürftigen Kindern in der Vorweihnachtszeit eine Freude bereiten wollen.

Was sich die Kinder vom Weihnachtsmann wünschen, konnten die Spender an den Wunschbäumen erfahren, die in Hude und Wüsting zu finden waren. Daran hingen die Wunschkarten. Organisiert wurde diese Aktion, wie in den letzten zehn Jahren auch, von der Bürgerstiftung Hude. „Es wurden 179 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren angeschrieben“, sagt Conny Bley, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Hude und Organisatorin der Wunschbaum-Aktion.

Geld und teure Wünsche

Doch bevor es überhaupt soweit kam, dass die Geschenke im Active Center überreicht werden konnten, gab es zuerst zwei Probleme zu lösen: Zum einen waren die Wünsche der Kinder teilweise sehr viel teurer, als die vorgegebene 20-Euro-Grenze. So war zum Beispiel ein Wunsch eine Playstation 4. „Da trauen sich die Bürger nicht, eine Karte vom Wunschbaum zu pflücken“, sagt Bley. Ebenfalls wurde auf 19 Karten angegeben, dass Geld gewünscht wurde. „Wir möchten den Kindern aber nicht einfach Geld in die Hand zu drücken“, sagt Bley. In diesen Fällen hat sie die Karten angepasst: „Ich habe dann draufgeschrieben: Ein Geschenk für einen Jungen oder ein Mädchen.“

Zum anderen fehlten kurz vor Ende der Wunschbaum-Aktion noch 30 Geschenke. Deshalb wurde die Abgabefrist verlängert. „Im nächsten Jahr müssen wir uns überlegen, wie wir das ändern“, sagt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

„Doch jetzt ist es vollendet“, sagte Bley weiter. Andere Wünsche waren zum Beispiel Puppen, Teddys, elektrisch gesteuerte Autos, Playmobil sowie Lego. „Von allem etwas, eine gute Mischung“, findet Bley.

Dass es in diesem Jahr wieder so gut geklappt hat, dafür ist nicht nur der Bürgerstiftung zu danken. Denn dahinter steckt ein „perfektes Team“, wie Bley sagt. Während die Amazonen-Werke immer wieder die Räume zur Verfügung stellen und die Auszubildenden beim Auf- und Abbau kräftig mit anpacken, begleiteten Alina Behrens und Ramona Dahms von der Gemeinde Hude die Aktion. Ohne sie wäre es gar nicht möglich gewesen, die Kinder anzuschreiben, weil die Bürgerstiftung keinen Zugriff auf die Daten von bedürftigen Familien hat. Auch Hergen Wachtendorf, der seit drei Jahren den Weihnachtsmann für die Aktion spielt, und Sabine Hermann, die bei der Übergabe der Geschenke – ebenfalls seit drei Jahren – mit ihrem Keyboard für Musik und gute Laune sorgt, ist zu danken, wie Bley betont.

240 Besucher mit dabei

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Wärmende Worte gab es auch vom Huder Bürgermeister Holger Lebedinzew: „Es ist einerseits traurig, dass es in einem wohlhabenden Land wie unserem immer noch Kinder gibt, deren Weihnachtswünsche nicht erfüllt werden können. Umso schöner ist es, dass sich die Bürgerstiftung dafür einsetzt.“ Dafür bedankte sich der Bürgermeister im Namen des Gemeinderats und der Verwaltung.

Als es dann endlich losging mit der Bescherung, waren rund 240 Besucher ins Active Center gekommen. Dabei mit erwartungsvollen Augen die 129 Kinder, die sich auf ihr Geschenk freuten. Doch bevor diese verteilt wurden, gab es erst ein paar schöne Lieder, die gemeinsam gesungen wurden. Bei der Übergabe der Geschenke gibt es zudem immer wieder etwas Tolles für die Organisatoren: So war im vergangenen Jahr ein Mann dabei, der mit seiner Mutter während der Veranstaltung einen Live-Video-Chat machte. Sie war nämlich im Iran im Krankenhaus und konnte nicht anders dabei sein.

Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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