Hude /Vielstedt Anni Alzog ist 89. Sie kann sich noch gut erinnern an die Zeiten, als die Getreideernte auf den Feldern harte Handarbeit war. Da gab es noch keine großen Maschinen, die die Arbeit innerhalb kürzester Zeit erledigen, wie es heute der Fall ist. Die ersten Mähbinder, die von einem Trecker gezogen wurden, waren eine Errungenschaft. Das Stroh wurde in einem Arbeitsgang gemäht und zu Garben gebunden. Diese mussten dann aber weiterhin von Hand in so genannten Hocken zusammengestellt und auf den Erntewagen geladen werden. Das Dreschen, früher mit dem Flegel, übernahm eine Maschine, die aber ebenfalls mühsam von Hand bestückt werden musste.

Wie die Landwirtschaft zu Opas und Uropas Zeiten aussah, zeigen die Frünn van de ole Landmaschin aus Vielstedt in diesem Jahr wieder auf ihrem Dreschfest beim Vielstedter Bauernhaus. Es ist eines der größten Dreschfeste im Nordwesten. Mehrere Tausend Besucher werden erwartet am Sonntag, 27. August.

Bereits das 13. Mal wird auf einer vier Hektar großen Fläche alles aufgefahren, was früher das Leben auf dem Lande ausmachte.

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Viele Raritäten

Da sind die alten Traktoren, die Pflüge, die Mähmaschinen, die Dreschmaschinen und viele weitere Gerätschaften. Sogar eine alte Dampfmaschine oder auch eine Hanomag-Raupe können bestaunt werden. Alte Autos, Lkw und Mopeds werden gezeigt. Aus der ganzen Region reisen Oldtimer-Freunde an. „Es sind viele Raritäten dabei“, erzählt Linda Alzog, Vorsitzende der Frünn van de ole Landmaschin.

Drei Steinbacköfen sind im Einsatz. Brot und Kuchen gibt es also immer frisch. Auch sonst ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Kaltblüter im Einsatz

Und dann sind da die vielen Vorführungen. Das Dreschen natürlich, das Pflügen mit Kaltblutpferden, das Holzrücken mit den Pferden, die Feldschmiede. Alte Motorsägen rattern. Die Heuernte wird gezeigt. Besonderer Spaß ist das Kartoffelsuchen für die Kinder. Die Waschfrauen sind bei der Arbeit zu erleben. Gewährt wird ein Einblick in „Omas Stuv mit Pott un Pann“ und vieles mehr.

Das Dreschfest verwandelt den Acker in Vielstedt jedes Mal in ein riesiges, knatterndes und qualmendes Freiluftmuseum, bei dem Jung und Alt immer wieder spannende Dinge entdecken können. Und es ist ein „lebendes“ Museum. In passenden alten Kleidern zeigen die Landmaschinenfreunde, „wie dat fröher weer“. Besucher dürfen auch schon mal mitmachen.

Am Sonntag, 27. August., wird Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew das Dreschfest um 11 Uhr eröffnen. Der Musikzug „Die Seeräuber“ aus Elsfleth spielt. Am Nachmittag gibt es Blasmusik mit „Die Blockener“.

Ein großes Kinderprogramm ist ebenfalls vorbereitet. Kinder bis 14 Jahre haben am Dreschfest-Sonntag übrigens freien Eintritt. Erwachsene zahlen fünf Euro pro Person, so Vorsitzende Linda Alzog.

Trecker-Kino

Der Verein Frünn van de ole Landmaschin hat derzeit rund 160 Mitglieder. Ein harter Kern von bis zu 40 Leuten bereitet das Dreschfest ehrenamtlich vor und sorgt für den reibungslosen Ablauf.

Los geht es übrigens schon am Freitag, 25. August, um 21 Uhr. Dann gibt es ein Treckerkino bei freiem Eintritt. Man muss nicht mit dem Trecker kommen, sondern kann auch mit jedem anderen Gefährt vorbeischauen. Gezeigt wird „Werner -Beinhart!“

70er-Jahre-Party

Am Samstag vor dem Dreschfest findet ab 21 Uhr die 70er-Jahre-Party im Bauernhaus statt. DJ Maik sorgt für Stimmung. Der Eintritt ist frei.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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