Hude Erst sollte das Projekt vorgezogen werden, nun verzögert es sich doch: die Sanierung des Daches der Mehrzweckhalle am Huder Bach.

Für die kommenden Jahre war eine Sanierung ohnehin geplant. Im vergangenen Frühjahr wurde ein Antrag für die Sportstättenförderung des Landes Niedersachsen gestellt. Die Kosten für die Sanierung betragen voraussichtlich eine Million Euro. Ein Zuschuss von bis zu 400 000 Euro wäre möglich gewesen. Doch der Zuschuss wurde nicht bewilligt: Insgesamt sind mehr als 200 Anträge aus ganz Niedersachsen eingegangen, 27 Maßnahmen werden gefördert. Die Huder Mehrzweckhalle war nicht dabei. Berücksichtigt wurde unter anderem das Alter Sporthallen, aber auch eine regional ausgewogene Verteilung.

Wie geht es nun weiter? Die NWZ hat nachgefragt.

Das weitere Vorgehen müsse im Fachausschuss beraten werden, erklärte Bürgermeister Holger Lebedinzew. Er werde vorschlagen, den Antrag aufrecht zu erhalten.

Denn für das nächste Jahr hat das Land Niedersachsen eine weitere Entscheidungsfindung eingeplant, der Stichtag ist der 31. März 2020. „Es wird noch mal beraten“, so Lebedinzew. Antragsteller, die bei der ersten Runde noch nicht begünstigt wurden, müssen den Antrag beim Land nicht noch einmal stellen.

Bei der Mehrzweckhalle am Huder Bach muss der Brandschutz angepasst werden, auch eine energetische Sanierung ist erforderlich. Bei Starkregen dringt zudem vereinzelt Wasser ein, zum Teil in die Umkleidekabinen, aber auch auf die Flure. Bisher werden in solchen Fällen Behälter aufgestellt, um das Wasser aufzufangen. Es sei noch nicht so dramatisch, dass unverzüglich saniert werden müsse, sagte Lebedinzew. Da der Antrag bestehen bleiben soll, sei es auch nicht möglich, bereits mit baulichen Maßnahmen an der Halle zu beginnen. Dann sei die Förderfähigkeit verwirkt. Und er betont: „Wir können es uns schlicht nicht leisten, auf mögliche Fördermittel zu verzichten.“

Aus seiner Sicht sei es daher im Moment nicht sinnvoll, bereits mit baulichen Maßnahmen anzufangen. „Das könnte mehr schaden als nutzen.“ Denn inklusive Ausschreibung und Vergabe, und da bald der Winter beginne, würden einige Monate vergehen, bis die Arbeiten überhaupt starten könnten. Mit dem Warten auf die zweite Förderrunde im Frühjahr „verlieren wir gar keine große Zeit“. Und wenn der Antrag dann abgelehnt werde – dann müsse man schauen, wie es weitergehe.

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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