Hude Um zu der Kompensationsfläche neben dem Gewerbegebiet „Am Bahndamm“ zu kommen, kennt Günter Warneke einen dicht bewachsenen Weg durch Hecken und Sträucher. Dort angekommen, blickt man auf die ersten Firmenbauten – und viel Nichts. Denn auf dem als Kompensationsfläche für die Erschließung des Gewerbegebietes eingeplanten, etwa 30 Meter breitem Grünstreifen sind bisher noch keine neuen Pflanzen zu finden. Stattdessen gibt es vertrocknetes Gras und vereinzelte Büsche.

Hier hatte der Anwohner Warneke vor einem Jahr etwa 50 Obstbäume gepflanzt – musste diese aber auf Geheiß der Gemeinde, der die Fläche gehört, wieder entfernen. Eigentlich wollte die Huder Verwaltung nach den Vorgaben des Bebauungsplanes bereits im Frühjahr 2018 beispielsweise Erle, Moorbirke und strauchförmige Weidenarten anpflanzen. Zuständig dafür ist der Zweckverband Kommunalservice Nordwest.

Lesen Sie hier, warum die Obstbäume nicht bleiben durften.

Trockenheit verhindert Pflanzung

„Durch das trockene Frühjahr war es aber in diesem Jahr wieder nicht möglich, mit den Pflanzungen zu beginnen“, weiß Birte Wachtendorf, Kreisgeschäftsführerin der Grünen im Landkreis Oldenburg. „Man hat uns versichert, dass der Bepflanzungsplan fertig ist. Deshalb sind wir guter Hoffnung, dass jetzt im Herbst etwas passiert“, sagt Hudes Grünen-Fraktionsvorsitzende Karin Rohde. Auf diesen Zeitpunkt hätte man sich bei einem „runden Tisch“ in diesem Frühjahr geeinigt.

Tatsache sei allerdings auch, dass inzwischen alle Gewerbeflächen verkauft und größtenteils versiegelt seien – „nur die Ausgleichsmaßnahmen wurden noch nicht umgesetzt“, sagt Rohde.

Neuer Platz für Obstbäume

Für seine Obstbäume hat Warneke selbst einen neuen Platz gefunden. Nur wenige Meter von ihrem ursprünglichen Platz entfernt, erlaubt ein Nachbar dem Hobbygärtner, einen vormals verwilderten Garten neu zu gestalten. An der Seite stehen nun die Obstbäume, in der Mitte der Fläche ist eine große blühende Wiese zu finden.

Hunderte Insekten schwirren umher und landen in der vielfarbigen Blütenpracht. „Hier wurde ein neuer Lebensraum geschaffen, der sich für Insekten offensichtlich gut eignet. Allerdings bieten auch verwilderte Flächen vielen Tieren einen Lebensraum“, gibt Wachtendorf zu bedenken. Den vielen Bienen und Hummeln scheit es hier aber zu gefallen.

Arne Jürgens Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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