Hude Der Besucherstrom wollte gar nicht abreißen: Rund 500 Menschen haben ihre Chance am Sonntagnachmittag genutzt, um sich das Haus Marienhude an der Hohen Straße in Hude anzuschauen. Am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ konnte die alte Villa nämlich nicht nur von außen, sondern auch von innen besichtigt werden.

Ehemalige Mitarbeiter

„Es waren viele Leute da, die das Gebäude bisher nur von außen gesehen haben. Aber auch ehemalige Mitarbeiter der Diakonie wollten sich an ihrem alten Arbeitsplatz umschauen. Man kann sagen, dass die Huder sehr interessiert an den Veränderungen im Gebäude sind“, berichtet Stefan Effenberger, Denkmalpfleger im Landkreis Oldenburg.

Anfang 2017 nahm Hein-Jürgen Thalen, Geschäftsführer der Blinkfüer Grundstücksgesellschaft mbH in Zetel, die Schlüssel für die denkmalgeschützte Villa und den Park in Empfang. Die Gemeinde hatte das Gebäude mit über 600 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche zuvor von der Diakonie, die es zuletzt als Bildungsstätte nutzte, erworben. Künftig soll die Villa, die 1905 im Jugendstil erbaut wurde und zuletzt viele Jahre leer stand, wieder mit Leben gefüllt werden. Geplant sind eine Tagespflege im Erdgeschoss sowie betreutes Wohnen für alle Generationen in den oberen Etagen der alten Villa, die gerade noch in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz umgebaut und saniert wird.

Spätere Fertigstellung

„Mit der Fassade und dem Garten sind wir fertig, im Inneren herrscht allerdings noch Baustelle“, sagt Thalen und ergänzt: „Wir hoffen, dass wir bis zum Jahresende alles fertig haben.“ Geplant war eigentlich eine Fertigstellung bis Ende Oktober – aufgrund zahlreicher Auflagen habe sich das Ganze aber verzögert. „Jetzt sind aber alle Genehmigungen da“, versichert Effenberger. Das größte noch zu erledigende Projekt sei der Einbau eines Fahrstuhls.

Nach dem Umbau wird das Haus Marienhude noch einmal zur Besichtigung geöffnet, verspricht Eigentümer Thalen.

Gloria Balthazaar
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion

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