Hude Sie erscheint schlimmer, hartnäckiger und langanhaltender: Die Grippewelle hatte die Gemeinde Hude in den vergangenen Wochen fest im Griff. Ganz überstanden ist es noch nicht: Laut Axel Schwirtz, Inhaber der Flores Apotheke in Hude, sei die Grippewelle immer noch auf einem hohen Niveau, aber der Höhepunkt sei überstanden. Doch: „Eine Entwarnung würde ich noch nicht ganz geben.“ Die Auswirkungen der Krankheit sind auch in der Apotheke spürbar. Selbst ein Hustensaft für Kinder, der gegen Schmerzen und Fieber wirken soll, war eine Zeit nicht lieferbar, berichtet Mitinhaberin Uta Flores-Schwirtz.

Ansteckungsgefahr

Bürgermeister Holger Lebedinzew atmet jedoch erstmal auf: In den Kindertagesstätten und Schulen hatte sich die Lage bereits vor den Osterferien beruhigt. „Bei uns ist die Grippewelle ganz stark auf dem Rückzug“, so Lebedinzew.

Mittlerweile sei nur noch vereinzelt Personal an der Grippe erkrankt. Doch von Mitte Februar bis Mitte März habe es viele Krankheitsfälle gegeben. Zunächst seien viele Kinder erkrankt. „Dann haben sie wohl die Lehrer und die Betreuungskräfte angesteckt.“

Mehr Ausfälle als sonst

Auch das Rathaus war davon betroffen. „Dadurch sind natürlich einzelne Dinge liegengeblieben“, so der Bürgermeister. Auf die Wartezeiten im Sozialamt und im Bürgerbüro habe sich die Grippewelle negativ ausgewirkt. Laut Lebedinzew wurde das jedoch gelassen hingenommen, da viele Bürger selbst erkrankt waren und Verständnis hatten. Was im Rathaus liegen geblieben ist, müsse jetzt aufgearbeitet werden.

In einem der größten Betriebe Hudes, den Amazonen-Werken, ging die Grippezeit auch nicht ohne weiteres vorüber. „Wir haben auf jeden Fall einen erhöhten Krankenstand“, erklärt Personalleiter Horst Tschörtner. Die Grippewelle kommt in jedem Jahr, doch er schätze, dass in 2018 rund fünf bis zehn Prozent mehr Ausfälle zu verzeichnen seien. „Wir haben hier auch mehrere Fälle, die zwei bis drei Wochen krank waren.“

Hände desinfizieren

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Doch in einem großen Unternehmen wie Amazone mit 600 Mitarbeitern machen sich die erhöhten Krankenstände nicht so extrem wie in kleineren Firmen bemerkbar. Es käme allerdings schon vor, dass mal Termine nicht eingehalten werden können.

Im Seniorenwohnpark am Sonnentau konnten trotz Grippezeit alle Dienste abgedeckt werden, erklärt Geschäftsleiter Maik Drieling. Doch auch hier seien erkrankte Mitarbeiter deutlich länger ausgefallen als sonst. Einige Bewohner hatten ebenfalls mit den Viren zu kämpfen – zwei mussten für mehrere Tage ins Krankenhaus. Sich im Seniorenwohnpark an die Vorkehrungen halten ist dabei das A und O: Mitarbeiter; Bewohner und Besucher haben die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren – und das nicht nur zur Erkältungs- und Grippezeit, sondern im ganzen Jahr.

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Anna-Lena Sachs Redakteurin / Online-Redaktion
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