Hude Es duftet wunderbar. Die Bienen fliegen über den Teich. Die Ameisen drehen ihre Runden. Und mittendrin stehen Sandra Bischoff und Silke Kreusel vom Naturschutzbund Nabu Oldenburg. Sie sind zu Besuch bei Karin Rohde. Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Hude möchte von den beiden Nabu-Mitgliedern wissen, wie sie ihren Garten noch insektenfreundlicher gestalten kann.

Weitere Vorträge und Fahrradexkursionen im Landkreis

Der Naturschutzbund Oldenburg (Nabu) bietet weitere Veranstaltungen zum Thema „Insekten retten!“ im Landkreis an:


 Vortrag am Donnerstag, 4.Juli, 19.30 Uhr, Gaststätte Pfefferkorn, Sandkrug
 Vortrag am Mittwoch, 10 Juli, 19.30 Uhr, Gaststätte Wasserburg, Harpstedt
 Fahrradexkursion am Samstag, 13.Juli, 10 bis 12.30 Uhr, Harpstedt, Treffpunkt Am Amtshof.

„Diesen Sommer habe ich wenig in meinem Garten getan“, sagt Karin Rohde. Allerdings sind bei ihr die Voraussetzungen für mehr Insektenfreundlichkeit bereits gegeben: Pflanzen unterschiedlichster Arten blühen. Es gibt viele Grünflächen. Herumliegende Hölzer und Äste bieten sich als Niststellen wunderbar an. Und der große Teich ist als Wasserquelle für die Insekten gut geeignet.

Silke Kreusel und Sandra Bischoff fahren mit ihrem Projekt „Insekten retten!“ derzeit durch das Oldenburger Land. In jeder Gemeinde bieten sie 15 Beratungen für private Gartenbesitzer an. Mindestens 120 Beratungen sollen es am Ende von zwei Jahren gewesen sein.

Inspiriert wurden die beiden durch die Ergebnisse der Krefelder Studie, die einen Verlust von 75 Prozent der Insekten-Biomasse festgestellt hat. Einen weiteren Verlust von Insekten möchten die beiden Naturschützerinnen verhindern.

„In Privatgärten besteht noch Handlungsbedarf. Wir benötigen mehr Vielfalt und vor allem gute Nisthilfen“, sagt Sandra Bischoff.

Was kann in privaten
Gärten gemacht werden
?

 Eine Nisthilfe zu erstellen ist einfacher als gedacht. „Beispielsweise kann ein Stück Holz mit ein paar Löchern und etwas Lehm viel bei der Brut von Insekten helfen“, sagt Sandra Bischoff. Allerdings müsse die richtige Stelle im Garten gefunden werden. Auch Trockenmauern und Steinhaufen an sonnigen Plätzen bieten laut Nabu gute Rückzugsorte und Nistplätze für die Insekten.

 Der Einsatz von Pestiziden sollte gemieden werden, denn sie zerstören den Lebensraum von Tieren, Insekten inklusive. Das kann man nicht oft genug sagen.

 Die Auswahl der Beleuchtung sollte gut überlegt sein. Zu viel Licht zieht die Insekten an und irritiert ihren natürlichen Lebensraum. Ein Bewegungsmelder sei eine gute Investition. Dieser verbrauche nicht unnötig Strom und werde nur bei Bedarf das Licht einschalten.

 Wenn es keinen Teich gebe, könne eine flache Schale mit Wasser und kleinen Steinen als Trittsteinen den Insekten schon prima helfen, dass sie ihren Durst im Garten stillen könnten.

„Als nächstes planen wir, Gewerbeflächen für mehr Insektenfreundlichkeit zu gewinnen“, sagt Sandra Bischoff. Hier gebe es Potenzial.


     www.nabu-oldenburg.de 
     www.nwzonline.de/insektenjahr 
Michael Diederich Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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