Hude Viele Verbraucher geben zu viel Geld für Strom und Energie aus. Dabei könnten schon einfache Mittel helfen. Um Themen wie diese dreht sich die monatliche Energieberatung im Trauzimmer des Huder Rathauses. Energieberater Marco Buchholz sitzt dort als Experte für die Verbraucherzentrale Niedersachsen und berät Bürgerinnen und Bürger in allen Fragen rund um Energiesparen, gesundes Raumklima und die Vermeidung von Schimmel.

Vorher Termin vereinbaren

An jedem dritten Donnerstag im Monat findet im Trauzimmer des Huder Rathauses von 14 bis 18 Uhr die Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen statt. Die nächsten Termine sind am Donnerstag, 18. April. Die jeweils einstündigen Gespräche zur Energieberatung bei Marco Buchholz werden einzeln auf Voranmeldung vergeben und sind seit Anfang des Jahres kostenfrei.

Termine müssen vorher im Rathaus bei Manuela Nickel unter Telefon  04408/92 13 12 vereinbart werden.

„Die Leute können alle etwas für sich aus dem Gespräch mitnehmen. Irgendwas finden wir nämlich immer“, empfiehlt Buchholz, das seit Januar 2019 kostenfreie Angebot zu nutzen. Nach der Terminvereinbarung über die Gemeinde bereitet sich der Energieberater auf jedes Gespräch vor. „Ich suche die Informationen vorher zusammen“, sagt Buchholz.

Am Donnerstag hat sich Karin Rohde zum Beratungsgespräch bei Marco Buchholz eingefunden. Die Huderin, die Fraktionsvorsitzende im Ortsverband der Grünen ist, möchte in ihrem Haus umweltschonender heizen und Strom sparen. Bei der etwa einstündigen Beratung gibt der Energieexperte wertvolle Ratschläge. „Alle Besucher bekommen von mir konkrete Tipps und eine fundierte Einschätzung darüber, ob ihr persönlicher Verbrauch in Ordnung ist“, erklärt Buchholz. Sollte der Verbrauch nicht der Norm entsprechen, wird Ursachenforschung betrieben. Dann ist meist ein Termin vor Ort vonnöten. Für solche Fälle werden verschiedene „Checks“ angeboten.

Themen, deretwegen der Energieberater hauptsächlich aufgesucht wird, sind das Beantragen von Fördermitteln, die Vermeidung von Schimmel sowie Ratschläge zu Strom, Heizung und Anbieterwechseln. Wichtig ist dabei, dass die Energieberater völlig neutral agieren. „Ich selbst habe keine Vorteile und zeige immer den günstigsten und den teuersten Weg auf. Der Verbraucher entscheidet am Ende selbst “, sagt Buchholz.

Dabei kann die Beratung in alle Richtungen gehen. Angefangen von einfachen Handgriffen bis hin zum technischen Umbau. Dass zum Beispiel ein Raum nicht schneller warm wird, wenn die Heizung auf Stufe 5 statt auf 3 steht, weiß nicht jeder Verbraucher. „Die Stufen stehen für die gewünschte Höchsttemperatur“, erklärt der Energieberater. Bei Stufe 3 liege diese bei etwa 20 Grad – eine ideale Temperatur im Wohn- und Essbereich. Im Schlafzimmer dürften es hingegen 16 bis 18 Grad sein. Höhere Stufen bedeuten noch wärmere Räume: „Da können die Nutzer mit ihrem Verhalten viel verändern. Jedes Grad spart sechs Prozent der Heizkosten ein.“

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Zu kalt dürfe es aber nicht werden – denn dann drohe Schimmel. „Kalte Flächen im Haus muss man vermeiden. Gerade in den Raumecken verliert die Wand extrem viel Temperatur“, meint der Experte. Feuchträume wie Schlafzimmer, Küche und Badezimmer seien besonders anfällig. Deshalb bedürfe es des richtigen Verhältnisses zwischen Heizen und Lüften.

Problematisch sind auch die sogenannten „Stromfresser“. So habe er einen Fall gehabt, bei dem die Tiefkühltruhe seit zehn Jahren kaputt war und den Stromverbrauch verdoppelt habe, erzählt Buchholz. Außerdem weist er darauf hin: „Leute fragen nicht nach Fördermitteln und lassen sich viel Geld entgehen. Bei einer Heizungssanierung hat man dadurch mal schnell 500 bis 1000 Euro weniger im Portemonnaie.“ Deshalb solle man ins Rathaus kommen, sobald eine Sanierung geplant sei, und mögliche Förderungen absprechen. Dies gelte für viele weitere Themen, denn Energie – und damit Geld – will niemand verschwenden.

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Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Westerstede
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