Hude Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung in der Corona-Zeit hat auch für den Gewerbe-und Verkehrsverein in Hude oberste Priorität, betont der 2. Vorsitzende Lutz Harfst. So werden die Großveranstaltungen, die der Verein in diesem Jahr geplant hat, nicht stattfinden. Die Italienische Nacht mit dem verkaufsoffenen Sonntag (18. und 19. Juli) fällt sowieso schon unter das Verbot von Großveranstaltungen, das zunächst bis zum 31. August vom Land ausgesprochen wurde. Die Italienische Nacht findet nicht statt.

Aber auch das Bürgerfest, das mit der Open-air-Party am Samstag, 5. September, und dem verkaufsoffenen Sonntag und dem Flohmarkt sowie der Präsentation der Vereine am 6. September geplant war, wird in diesem Jahr laut Harfst nicht stattfinden.

Risiko zu groß

Das Risiko sei viel zu groß, durch eine solche Veranstaltung eine neue Infektionswelle auszulösen. Lutz Harfst geht davon aus, dass sich bis dahin die Situation noch nicht groß geändert hat und auch dann noch kein Impfstoff zur Verfügung steht. „Wir wollen nicht zu einer neuen Keimzelle werden“, so Harfst.

Die nächste Großveranstaltung im Jahreskalender des Gewerbe- und Verkehrsvereins wäre dann in diesem Jahr der Lichterabend am Freitag, 4. Dezember. Ob diese Veranstaltung stattfinden kann? Lutz Harfst setzt auch bei diesem Termin ein Fragezeichen. Man müsse die weitere Entwicklung abwarten, sagt er und vielleicht kurzfristig entscheiden, ob man vor Weihnachten noch etwas organisiere.

Wichtig für den Ort

Die Veranstaltungen wie Italienische Nacht, Bürgerfest und Lichterabend seien wichtige Veranstaltungen für den Einzelhandel in Hude und die Vereine vor Ort. Sie förderten den Zusammenhalt, weiß Lutz Harfst. „Wir blicken jetzt aufs nächste Jahr“, sagt er.

Die örtlichen Händler sind laut Harfst froh, dass sie ihre Läden Anfang der Woche wieder öffnen durften. „Wir müssen versuchen, dass wir durch diese Zeit kommen“, so der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins. Er hofft, dass die Hygiene- und Abstandsregeln, die in den Läden gelten, auch von den Kunden eingehalten werden. Bislang sei festzustellen, dass die Kunden sehr sensibilisiert seien, was das angehe. Ab Montag kommt zudem der verpflichtende Mundschutz beim Ladenbesuch.

Appell an Vernunft

Die Hoffnung ist groß, dass mit gemeinsamer Disziplin aller Beteiligten die Lockerungen erst einmal Bestand haben. Es wäre fatal für viele Geschäftsinhaber, wenn in zwei bis drei Wochen alles wieder zurückgenommen werden müsste, weil die Infektionszahlen wieder ansteigen, sagt Harfst. „Wir dürfen nicht leichtsinnig werden“, so sein Appell an die Vernunft jedes einzelnen. Als sehr bedrohlich sieht er die Situation der örtlichen Gastronomie, die immer noch keine Perspektive hat, wann vielleicht mit Einschränkungen geöffnet werden kann.

Beitrag entfällt

Der Gewerbe- und Verkehrsverein Hude vertritt die Interessen von Gewerbetreibenden aus den verschiedensten Branchen. Als kleines Unterstützungssignal hat laut Harfst der Vorstand beschlossen, in diesem Jahr auf die Mitgliedsbeiträge und Werbeumlagen der Mitglieder zu verzichten.

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Kein Bikertreff

Abgesagt wurde auch eine weitere Großveranstaltung in diesem Jahr. „Flo’s Bikertreff“, jedes Jahr organisiert von dem Huder Apothekerpaar Axel Schwirtz und Uta Flores-Schwirtz, sollte am Sonntag, 7. Juni, wieder über die Bühne gehen. Schweren Herzens haben die Organisatoren das Treffen, das sie jedes Jahr zugunsten des gemeinnützigen Huder Vereins Kinderaugen veranstalten, abgesagt. Im vergangenen Jahr waren um die 2000 Maschinen nach Hude gerollt. Die Besucher feierten bei selbst gebackenem Kuchen und Livemusik. 4000 Euro konnten als Spende an den Verein Kinderaugen übergeben werden. Dass die Veranstaltung nicht stattfinden könne, sei schade, sagt Axel Schwirtz. Doch der Gesundheitsschutz gehe vor. Im nächsten Jahr soll es den Bikertreff wieder geben, und zwar am Sonntag, 6. Juni 2021.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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