Hude Es ist 7.30 Uhr und das Thermometer zeigt schon über 20 Grad an. Am Nachmittag steigen die Temperaturen auf mehr als 30 Grad. Klar, dass auch die Pflanzen bei solchen Bedingungen besonders viel Wasser brauchen. Um das öffentliche Grün in der Gemeinde Hude kümmert sich der Zweckverband Kommunalservice Nordwest – und die Mitarbeiter sind derzeit vor allem fürs Bewässern zuständig.

Ob mit dem Schlepper oder per Hand mit Kanistern, gerade in den Morgenstunden heißt es, gießen was das Zeug hält. „Ein Mitarbeiter ist in der Gemeinde Hude den ganzen Tag über im Einsatz und zwei weitere unterstützen ihn an so heißen Tagen mehrere Stunden lang“, erklären Hartmut Abel und Sven Jessen vom Zweckverband.

Zu schmale Wege

Einer der Mitarbeiter ist Wolfgang Detken. Am Mittwochmorgen war er für die Bewässerung am Spielplatz Rembrandtstraße zuständig. „Das ist der einzige Platz in der Gemeinde, an dem wir von Hand mit Kanistern gießen. Mit einem Fahrzeug kommt man nämlich nicht durch die schmalen Wege“, sagt Detken, der an diesem Morgen mit drei Ferienjobbern unterwegs ist und sich freut, nicht alle Kanister alleine schleppen zu müssen.

„Wenn die Kanister leer sind, füllen wir sie am Bauhof in Lintel wieder auf“, sagt Detken, während er bei einem kleinen Bäumchen das Wasser ausschüttet. „Die Wassermenge reicht eigentlich nicht aus für den Baum, aber es hilft etwas“, sagt er.

Ist die Bewässerung erst einmal abgeschlossen, warten auf ihn und seine Kollegen noch weitere Aufgaben. Die Beetpflege oder das Mähen von Sportflächen nehmen auch viel Zeit in Anspruch.

Ein paar Kilometer weiter ist Rolf-Dieter Würdemann im Einsatz. An der Nordenholzer Straße, bei der alten Schule, gießt er die Obstbäume – allerdings nicht von Hand, sondern mit großem Gerät. Er sitzt im Schlepper, an den vorne ein Gießarm angebracht ist. Auf dem Anhänger ist ein Tank befestigt, der bis zu 4000 Liter Wasser fasst.

„Den Gießarm kann ich vom Führerhaus aus steuern und so gezielt bewässern“, erklärt der Zweckverband-Mitarbeiter. Den ganzen Tag über sei er an heißen Sommertagen mit diesem Gefährt unterwegs. „Damit werden sämtliche Neupflanzungen bewässert“, sagt Würdemann und ergänzt: „Mindestens 100 Liter Wasser bekommt jeder Baum.“

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Gießen mit Trinkwasser

Wie viele 4000-Liter-Fässer er jeden Tag verteilt, hängt von der Fahrstrecke ab. Zwischen fünf- und zehnmal wird der Tank täglich gefüllt. „Im Schnitt kann man aber sagen, dass in der Gemeinde Hude rund 30 000 Liter Wasser täglich zur Bewässerung genutzt werden“, sagt Jessen. Der Großteil davon ist Trinkwasser – an Hydranten kann der Tank aufgefüllt werden. „Wir greifen auch auf natürliche Ressourcen zurück, allerdings dürfen wir natürlich nicht den Feuerwehren das Wasser aus Löschteichen wegnehmen“, erklärt der Zweckverband-Mitarbeiter.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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