Hude-Altmoorhausen Im Juni 2001 hat Büfa Chemikalien sein Werk in Hude-Altmoorhausen in Betrieb genommen. Seitdem sind baulich keine Veränderungen durchgeführt worden. Das wird sich nun ändern. Die wichtigsten Fragen rund um die Standorterweiterung und die Modernisierung haben Hermann Többen (Betriebsleiter Büfa Chemikalien) und Felix Thalmann (vorsitzender Geschäftsführer Büfa Holding) im Rahmen des ersten Spatenstiches am Dienstagvormittag beantwortet.

Zahlen und Fakten zum Unternehmen:

Das Unternehmen beschäftigt derzeit gut 550 Mitarbeiter an fünf Standorten in Deutschland sowie an vier weiteren Standorten im europäischen Ausland. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern einen Umsatz von über 210 Millionen Euro erwirtschaften.

In Hude-Altmoorhausen hat Büfa einen Distributionsstandort im Bereich Chemikalien. Dort werden der Kauf und Verkauf von Chemikalien sowie deren Abfüllung, Kommissionierung und Distribution abgewickelt. Knapp 70 Mitarbeiter beschäftigt Büfa in Hude.

Was sind die Gründe für die Standorterweiterung?

Der Lagerabsatz am Standort Altmoorhausen hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Von gut 26 000 Tonnen im Jahr 2010 hat sich die Menge auf knapp 44 000 Tonnen vergrößert. „Unser Werk platzt quasi aus allen Nähten, daher müssen wir vor allem unsere Lagerkapazität erweitern“, sagte Thalmann.

„Mit dem Bauvorhaben zeigt Büfa Chemikalien, wie stark das Unternehmen in der Region verwurzelt ist. Statt den Standort zu verlagern, übernimmt Büfa große Verantwortung und investiert umfassend“, freute sich Landrat Carsten Harings.

Welche Maßnahmen sind geplant?

Für einen Erweiterungsbau auf der Wiese neben dem bisherigen Gebäude erfolgte am Dienstag der erste Spatenstich. Auf dem gut 16 000 Quadratmeter großen Grundstück soll eine neue Lagerhalle entstehen. Die Baumaßnahmen werden von der Firma Goldbeck durchgeführt. Im ersten Bauabschnitt sind rund 7300 Palettenstellplätze vorgesehen. Derzeit hat das Unternehmen in Altmoorhausen 1200 Palettenstellplätze. Der Bereich der Kommissionierung mit acht Lkw-Übernahmeplätzen entsteht auf 1500 Quadratmetern. Zudem sind Büro- und Nebenflächen geplant. In einem zweiten Bauabschnitt können weitere 4000 Palettenplätze geschaffen werden. „Das ist aber Zukunftsmusik“, meinte Többen. Insgesamt sind bis zu 8500 Quadratmeter bebaute Fläche möglich.

Mit dem neuen, großen Lager hat Büfa auch die Möglichkeit, Chemikalien einzulagern. „Nicht jedes Unternehmen hat diese Möglichkeit, zumal es hohe Sicherheitsauflagen gibt. Wir wollen das zukünftig als Dienstleistung anbieten“, erklärte Thalmann. „Ich finde es beruhigend, dass kleine Firmen ihre Chemikalien bei Profis lagern können“, meinte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew.

Auch das Bestandsgebäude wird modernisiert. „Es sind einige Umbaumaßnahmen für eine neue Abfüll-Logistik vorgesehen“, sagte Többen. Darüber hinaus werden das Bestandsgebäude und die neue Lagerhalle durch eine überdachte Transportstrecke miteinander verbunden.

Wie hoch sind die Kosten für die Erweiterung?

Insgesamt beläuft sich die Investition auf 14 Millionen Euro. „Ein Großteil des Geldes fließt natürlich in den Neubau, aber auch die Sicherheitstechnik und Logistik schlagen zu Buche“, erklärte Többen.

Wie sieht die Planung zeitlich aus?

Die Entscheidung für den Genehmigungsantrag für die Standorterweiterung ist bereits im März 2017 gefallen. Seitdem laufen detaillierte Planungen zur Umsetzung des Projektes. Im Juli dieses Jahres ist die Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz erteilt worden. Nach dem symbolischen Spatenstich am Dienstag rollen noch diesen Monat die Bagger an. Baubeginn ist für den 19. November vorgesehen. Die Fertigstellung beziehungsweise die Abnahme soll am 2. Dezember 2019 erfolgen.

Welche Folgen hat das Ganze für die Mitarbeiter?

Während der Umbaumaßnahmen wird die Arbeit nicht ruhen. Aufgrund der Einschränkung kann es aber zu Samstagsarbeit kommen, kündigte Többen an. Trotz der Automatisierung vieler Arbeitsschritte müssen sich die Büfa-Mitarbeiter aber keine Sorgen machen. „Wir werden keine Mitarbeiter entlassen“, stellte Többen klar. Im Gegenteil: Das Unternehmen sei grundsätzlich immer auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern.

Gloria Balthazaar Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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