Ahlhorn „Ich habe mich intensiv mit dem Thema beschäftigt und weiß, dass dringend Menschen gebraucht werden, die Sterbenden in ihren letzten Tagen und Stunden zur Seite stehen“, sagt Lore Reise. Die Großenkneterin ist eine von acht freiwilligen Helferinnen und Helfern, die beim Hospizdienst der Johanniter in Ahlhorn mitmachen.

Hospiz-Café

Jeden 2. Dienstag im Monat ist im Ahlhorner Johanniter-Haus ab 15 Uhr Hospiz-Café. In gemütlicher Runde wird über die Hospizarbeit gesprochen. Wer sich unverbindlich informieren möchte, kann gerne vorbeischauen. Auskünfte zur Hospizarbeit vor Ort erteilt auch Martin Gobert, Telefon  0 44 35/93 050.

Lore Reise lässt sich für die verantwortungsvolle Aufgabe ausbilden, wie auch weitere sieben Mitstreiter. Ende Oktober werden sie die sehr aufwendige Schulung mit einem Zertifikat abschließen. Dass es schon so viele Freiwillige gibt, die mitmachen, darauf sind die Johanniter in Ahlhorn laut Dienststellenleiter Martin Gobert „sehr stolz“, wie er gegenüber der NWZ  erklärte. Wurde doch erst im Februar der Hospizdienst vor Ort ins Leben gerufen.

Die Hospizhelfer besuchen sterbende Menschen zu Hause, unterhalten sich mit ihnen und sind einfach nur da. Sie kümmern sich auch um die Angehörigen, beraten sie, machen Mut und trösten. Bis sie zum Einsatz kommen, investieren sie viele Stunden in die Ausbildung. „So eine Ausbildung ist sehr intensiv. Man muss sich schließlich auch mit den eigenen Grenzen auseinandersetzen“, betont Martin Gobert. „So lernt man auch viel über sich selbst und begegnet Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Berufen, die voneinander viel lernen können.“

Schon im Jahr 2000 wurde der Deutsche Hospiztag auf Betreiben des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes eingeführt. Ziel sei es, das Sterben zu Hause und im Kreise der Familie zu fördern. Zurzeit sterbe rund die Hälfte aller Menschen im Krankenhaus, jeder fünfte im Pflegeheim. Laut Umfragen wünschten sich aber rund 90 Prozent, zu Hause zu sterben.

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Bundesweit gibt es mittlerweile 1500 ambulante Hospizdienste, die sterbenden Menschen und ihren Angehörigen in dieser schwierigen Situation zur Seite stehen.


  www.johanniter.de/ahlhorn 
Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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