Hohenböken Die ersten drei Wohnungen im sanierten Gut Hohenböken sind fertig. Die ersten Flüchtlinge sind vor zwei Wochen eingezogen. Sechs weitere Wohnungen sollen in der kommenden Woche bezogen werden, teilt Meike Saalfeld, Sprecherin der Gemeinde Ganderkesee, auf Nachfrage der NWZ mit.

Insgesamt entstehen hier zwölf Wohnungen, die der Landkreis für zehn Jahre anmietet. Von Anfang an sei geplant gewesen, hier Flüchtlinge unterzubringen, hatte Sozialdezernent Bodo Bode im April mitgeteilt. Die Auswahl der Mieter trifft die Gemeinde Ganderkesee.

Überwiegend sollen hier Familien mit Kindern untergebracht werden, sagt Meike Saalfeld. Weitere Angaben wollte die Gemeinde dazu nicht machen. Auch die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die in die – mit Ausnahme einer 110 Quadratmeter großen Wohnung – zwischen 60 und 70 Quadratmeter großen Wohnungen ziehen, will Meike Saalfeld nicht verraten. Bis Ende November sollen laut Saalfeld weitere Wohnungen fertig werden, dann ziehen die nächsten Flüchtlinge ein. Bis wann alle Wohnungen fertig sind, konnte die Gemeinde nicht sagen. Der Investor, die Aschenbeck & Aschenbeck Projektentwicklung aus Oldenburg, war trotz mehrfacher Anfrage nicht für eine Auskunft zu erreichen.

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In der Hohenbökener Dorfgemeinschaft sorgt das Vorhaben der Gemeinde auf Kritik. Bei der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Mitte März wurde die Frage aufgeworfen, ob eine so große Zahl von Geflüchteten problemlos in das 360-Seelen-Dorf zu integrieren wäre.

Die Gemeinde habe den Bürgerverein aber zumindest umfassend informiert, sagte dessen Vorsitzender Hans-Joachim Wallenhorst. Er ist froh, dass der Wunsch der Dorfgemeinschaft erfüllt wird und hauptsächlich Familien mit kleinen Kindern einziehen. Laut seinen Informationen ist außer jungen Familien noch ein älteres Ehepaar dabei. Wenn der nächste Schwung kommende Woche einzieht, wollen Vertreter der Dorfgemeinschaft die neuen Nachbarn begrüßen. Einige Hohenbökener seien bereits in der Flüchtlingsarbeit aktiv.

Bisher gibt es laut Wallenhorst auch die Idee, zusammen mit der Gemeinde ein Begrüßungsfest zu organisieren. Man wolle aber zunächst den Besuch in der kommenden Woche abwarten. „Wir haben den Wunsch, dass sie sich am Dorfleben beteiligen, das ist aber ein Angebot, das für alle gilt. Keiner wird gezwungen“, sagt Hans-Joachim Wallenhorst.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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