Neerstedt Maisanbau auf nur einem Quadratmeter? So etwas gibt es nur beim 1. MAC i. A. seit 2010. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der Clubname des „Ersten Maisanbauclubs im Autobahndreieck“. Gemeint ist damit die Fläche zwischen der A 1, der A 28 und A 29 – das Gebiet, aus dem die 16 Stamm-Mitglieder stammen.

Und damit dürfte auch das Rätsel um die kleinsten Maisanbauflächen in ganz Deutschland wohl gelöst sein. Hier geht es darum, auf einem Quadratmeter so viel Ertrag wie möglich zu erreichen. Das alles neben dem normalen Alltag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, denn die Mitglieder sind durch die Bank gestandene Bauern – junge Landwirte, die Lust haben, sich im nicht ganz ernst gemeinten Privat-Maisanbau zu messen.

Alle haben das gleiche Ziel: Düngen, wässern und mit vielen anderen kleinen Tricks möglichst hohen Ertrag zu erreichen. Und da wird die Sache dann doch wieder ernst. Kriterien sind das schwerste Einzelkolbengewicht, das Durchschnittsgewicht von fünf Maikolben, die längste Maispflanze und das Gesamtgewicht vom Ertrag auf der Fläche.

Und damit alles in geordneten Bahnen läuft, gibt es auch einen Maiskanzler. Der heißt Volker Strudthoff und wurde bei der Gründung des 1. MAC i. A. seit 2010 auserkoren. Doch damit nicht genug: Es gibt noch die so genannten „Blödmanns-Gehilfen“, zu denen sich auch Birger Strudthoff zählt, der als Protokollant über Listen und Ertrag waltet.

Hinter allem steht eine Idee, die, wie sollte es auch anders sein, auf einer Party entstand. „Wir haben zusammengesessen und uns Gedanken gemacht, irgendetwas zu unternehmen“, sagte Birger Strudthoff im Rückblick auf die Anfänge des Clubs.

Am vergangenen Sonnabend jährte sich die Umsetzung der Idee bereits zum fünften Mal. Am Morgen gegen halb zehn startete der Trecker mit Anhänger zur Erntetour. Es mussten alle Stationen abgefahren und die Ernte eingefahren werden, darunter auch der Gartenmaisanbau-Betrieb von Rainer Spille. Der Lohnunternehmer kann nicht widerstehen und beteiligt sich jedes Jahr an dem Maisanbauwettbewerb.

Wie sich während der Erntetour zeigte, konnten in diesem Jahr keine Rekordergebnisse eingefahren werden. „Wir sind erst relativ spät mit der Saat in den Boden gekommen, und es war sehr trocken“, sagte Birger Strudthoff und trug gerade wieder einen Wert in seine penibel geführte Ertragsliste für das Jahr 2014 ein.

Im Vorjahr erreichte Maik Scheeland mit 43 Gesamtpunkten für 2013 das beste Ergebnis. Gefolgt von Matthias Lange (42) und Birger Strudthoff (40).

Diesmal konnte Jörg Lüschen mit 53 Gesamtpunkten Maiskönig werden. Gefolgt von Frank Strudthoff (44), Matthias Lange (41) und Oliver Höfel (37) auf den folgenden Plätzen.

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Beim Siegerlotto hatten gleich vier Teilnehmer den richtigen Riecher, wobei sich hier Helge Vosteen, ebenfalls Gastgeber, beim Schnick- Schnack-Schnuck durchsetzen konnte. Im vergangenen Jahr hatte er sogar mit Fensterrahmen versucht, seine Ernte zu verbessern oder besser gegen Orkan Christian zu schützen.

Die ewige Bestenliste, die seit der Gründung vom 16. Dezember 2009 existiert, führt seit drei Jahren, auch nach dieser Maisernte, Birger Strudthoff an. Dicht auf den Fersen ist ihm Oliver Höfel und auf dem dritten Platz Frank Strudthoff.

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