Iserloy Auf dem Stedinger Weg unweit der Swingolf-Anlage in Iserloy ist der Baustellenverkehr nicht zu übersehen. Großvolumige Turmelemente und überlange Flügelteile für die Windenergieanlagen im Windpark Iserloy werden in der Nacht über die B 213 und A1 verfrachtet.

Inzwischen sind die vier Altanlagen vom Typ Vestas V 80 nahezu abgebaut und nach Polen verfrachtet worden. Dort werden sie wieder neu errichtet. Gleichzeitig sind die Aufbauarbeiten der beiden ersten von vier neuen Anlagen (Typ Vestas V112) im vollen Gange.

„Daraus resultiert auch der starke Baustellenverkehr“, erklärte Herwig Garms, Geschäftsführer des Windparks Iserloy. Unter dem Strich eine logistische Meisterleistung, bei der auch Straßenabschnitte eigens mit stabilisierenden Metallplatten gesichert werden mussten, um den schweren und überlangen Sondertransporten eine sichere Anfahrt zu ermöglichen.

Von den beiden letzten V80-Anlagen zeugen nur noch die unteren Turmelemente. „Das eine Bodenfundament wird gerade abgetragen. Beim anderen Standort geht es damit auch los, wenn der letzte Turmbaustein abgebaut ist“, beschreibt Garms den weiteren Verlauf. Jetzt steht der Aufbau der ersten beiden Neuanlagen auf der anderen Straßenseite des Stedinger Weges an. Montiert sind die ersten beiden der vier Turmelemente. Auch die Maschinenhäuser mit Getriebe sind auf beiden Baustellen angekommen, ebenso die Flügel.

Der weitere Fortgang der Arbeiten hängt von der Witterung ab. Indessen werden die Arbeiten an den beiden Fundamenten für die anderen Windanlagen bald beginnen können. Rund 100 LKW-Ladungen mit Beton sind notwendig, um ein Fundament mit einem Durchmesser von knapp 20 Metern zu gießen. Im Mittelpunkt hat die Betonplatte eine Höhe von 2,2 Metern, am Rande noch 1,2 Metern.

Masse und Gewicht genug, um die neuen V112-Anlagen mit einer Nabenhöhe von 94 Metern sicher zu gründen. Der Flügeldurchmesser beträgt 112 Meter. 150 Meter sind es von der Flügelspitze bis zum Erdboden.

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Die neuen Modelle können 3,3 Megawatt gegenüber zwei Megawatt der alten Windmühlen erzeugen. Dabei drehen sich die Windräder langsamer als die alten Modelle, nämlich mit 12,8 Umdrehungen pro Minute (18 der Altanlagen). „Das sorgt insgesamt für ein ruhigeres Bild in der Landschaft und für ein Stück mehr Akzeptanz“, hofft Garms. Neben ihm sind Johannes Sassen-Stolle, Friedel Koldeweyh, Friedrich Hollmann und Dierk Garms die Windparkbetreiber.

Jede Anlage bringt Investitionskosten von 3,5 Millionen Euro mit sich, eine Geldanlage, die nach 15 Jahren ausgezahlt ist. „Wir investieren heute quasi für unsere Kinder“, so Garms. Er hofft, dass die zwei neuen Mühlen Weihnachten den ersten Strom liefern.

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