Sandhatten Die Hunte ist im Laufe der vergangenen hundert Jahre immer mehr begradigt worden. Die Folge: Das Wasser fließt schneller und trägt viel Sand und Gestein mit sich. Jetzt versucht der Mensch, wieder gegenzusteuern. In Sandhatten haben die Vorbereitungen für den Aushub zweier Flussschleifen begonnen, die die Hunte um 680 Meter verlängern werden.

Etwa 60.000 m³ Erde müssen dafür bewegt werden. Erreicht werden soll durch diese Maßnahme eine Verringerung der Wasserfließgeschwindigkeit und des Gefälles. „Ende September wollen wir, wenn alles glatt läuft, fertig sein“, sagt Sprecher Achim Stolz vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Die Behörde hat die Maßnahme geplant und besitzt auch die Bauleitung. Bauherr ist die Hunte Wasseracht.

Deren Geschäftsführer Hans-Dieter Buschan verweist auf die Notwendigkeit der Arbeiten. Seit 1950 sei das Flussbett der Hunte um bis zu zwei Meter gesunken. Das Wasser fresse sich praktisch durch die Landschaft, deshalb müsse gehandelt werden. Zwei neue Absperrdämme kurz vor und nach dem Stau Dehland werden das Huntewasser ausbremsen und zu einem Umweg zwingen. Zwei Dinge sind Buschan wichtig: Es werden keine privaten Flächen für das Anlegen der Hunteschleifen benötigt, und der Schutz vor Hochwasser werde sich nicht für die Anlieger verschlechtern, betont er. Um letzteres zu gewährleisten, plant das NLWKN den Bau von Hochwasserwällen.

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Die notwendigen Flächen sind alle vom Landkreis Oldenburg in den zurückliegenden 15 Jahren aufgekauft worden, bestätigt Georg Schinnerer. Der Biologe von der Unteren Naturschutzbehörde sieht sowohl für den Menschen als auch die Natur Vorteile. Im Innern der Hunteschleifen würden nach Neupflanzungen von Weiden Auenwälder und damit wertvolle Biotope entstehen. Sollte das Ziel erreicht werden und die Tiefenerosion im Flussbett gestoppt oder umgekehrt werden, hätte das auch positive Auswirkungen auf den immer weiter abgesunkenen Grundwasserstand.

Bereits im Sommer 2008 ist der Huntelauf auf dem Gebiet der Gemeinde Dötlingen durch den Anschluss des ehemals abgetrennten Altwassers „Aschenbecksche Insel“ um 300 Meter verlängert worden.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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