WILDESHAUSEN „Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da“, sangen Kinder wie Eltern aus vollen Kehlen. Unter ihnen auch der zweijährige Andre. Er hatte gerade etwas Besonderes geleistet: mit Hilfe seiner Mutter Anja Landwehr und Krippenleiterin Inka Lask-Buchtmann das rote Band zum Eingang der „Wichtelstube“ durchschnitten. Damit war die neue Krippe im Waldorf-Kindergarten „Zwergenland“ offiziell eröffnet.

Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi sprach bei der Einweihungsfeier am Sonnabend von einem „bedeutenden Tag“. Das Betreuungsangebot entwickle sich positiv. Zugleich lobte er das ehrenamtliche Engagement des Vereins zur Förderung der Waldorfpädagogik mit Ute Rippe, Hans Kampa, Elke Allhusen-Ressel und Petra Furmanek im Vorstand und Thomas Bürster als Geschäftsführer sowie den Eltern, die tatkräftig mit anpackten.

„Die Kleinen sind die Größten“, sagte Gerti Essing vom Familien- und Kinderservicebüro des Landkreises. Sie erinnerte an die Anfänge der Einrichtung, stets begleitet von Gertraud Metzger, und lobte den „Beitrag zur Trägervielfalt“ in der Kreisstadt. Mit Gesamtkosten von knapp 190 000 Euro sei man sogar unter dem Voranschlag geblieben. „Daran können sich andere durchaus ein Beispiel nehmen“, sagte Essing.

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Auch Inka Lask-Buchtmann, Heike Finke und Sabine Dröge, die die 15 Krippenkinder im Alter von 1 bis 3 Jahren montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr betreuen, dankten für die Unterstützung der Politik und der Eltern. „Wir sind froh, Teil einer tollen Gemeinschaft sein zu dürfen.“ Architekt Hermann Tiarks (Melle) sprach von einem „stressfreien Bauen“ in Wildeshausen. Er schenkte eine Salzkristall-Lampe. Hans Kampa dankte Ute Rippe, die sich während der Bauphase stark engagiert hat. Sie erhielt einen „goldenen Zollstock“.

Nach der Besichtigung des 90 Quadratmeter großen Anbaus, erstellt in warmen Tönen und viel Holz, eröffneten die Stände des Martinsbasars. Die Angebotspalette war riesig: Schürzen für kleine Küchenhelfer, Duftkissen oder Geschenkkästchen waren ebenso zu finden wie filigran gebundene Türkränze oder Weihnachtsanhänger. Unter Anleitung von Michaela Bötefür konnten die Kinder filzen; gleich nebenan lud Birgit Heidenreich zum Kissenstopfen. Beim Puppenspiel erzählten Kita-Leiterin Petra Janßen und Gertraud Metzger eine besondere Version vom „Wolf und den 7 Geißlein“. Die Einahmen, auch des üppigen Büfetts, kommen erneut der Kindergartenarbeit zugute.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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