Der Kardiologe hielt in Stenum einen Vortrag vor den Landfrauen. Das Thema war Herzleistungsschwäche.

Von Kerstin Kempermann

Frage: Herr Kosian, wie beugen Sie persönlich einer Herzleistungsschwäche vor?

Kosian: Ich versuche natürlich, mich gesund, das heißt cholesterinarm, zu ernähren, auch wenn man manchmal sündigt. Außerdem betätige ich mich sportlich und halte mein Gewicht in vernünftigen Grenzen.

Frage: Was kann eine Herzleistungsschwäche bedingen?

Kosian: Das ist ein sehr komplexes Thema. Durchblutungsstörungen, Herzklappenfehler, Bluthochdruck, Herzmuskelentzündung, das alles kann die Herzleistung schwächen. Auch toxische Schädigungen durch Alkohol können ein Problem sein. Außerdem sind auch genetische Vorbedingungen wichtig. Das Risiko einer Schwächung des Herzens wird mit zunehmendem Alter größer.

Frage: Zum Herzinfarkt – wie kann dieser erkannt werden?

Kosian: Es gibt zwei verschiedene Formen des Herzinfarktes. Die Symptome sind aber dieselben: Herzschmerzen im Bereich der Brust und im Arm, Ausstrahlung der Schmerzen in den Kinn- und Rückenbereich und auch Luftnot. Die akute Luftnot ist gerade bei Frauen häufig ein Anzeichen für einen Herzinfarkt. Diagnostiziert werden kann der Herzinfarkt über ein EKG und Enzymwerte, wenn er alle Wandschichten des Herzens betrifft. Betrifft er nicht alle Wandschichten, ist er im EKG nicht feststellbar, sondern nur über die Enzymwerte.

Frage: Und die Behandlung?

Kosian: Zeit ist der Hauptfaktor bei der Behandlung eines Herzinfarktes. Es sollte möglichst am gleichen Tag noch eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden. Wird dabei eine Durchblutungsstörung festgestellt, gibt es je nach der Schwere dieser Störung verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Entweder werden verengte Gefäße wieder erweitert oder es muss ein Bypass gelegt werden. Manchmal ist auch nur eine medikamentöse Behandlung möglich.

Frage: Wie kann das Herzinfarktrisiko verringert werden?

Kosian: Zur Früherkennung einer Herzkranzdurchblutungsstörung ist es sinnvoll, regelmäßig ein Belastungs-EKG zu machen. Auch auf Blutdruck, Cholesterin und Blutzuckerwerte sollte man achten. Wichtig ist natürlich auch, auf sein Gewicht zu achten und die körperliche Betätigung nicht zu vernachlässigen. Erhöht wird das Risiko auch durch übermäßigen Alkoholgenuss und Rauchen.

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