Hengstlage 40 Jahre besteht der Radfahrverein „Radlerlust“ Hengstlage in diesem Jahr und dafür hat er sich ein ungewöhnliches Geschenk gemacht. In Eigenleistung ist ein großer Schaukasten am Heidesportplatz entstanden. Er soll in Zukunft einen ungewöhnlichen Drahtesel beherbergen: ein fahrtüchtiges Tandem, das um 1940 in den Cito-Fahrradwerken in Köln-Sülz hergestellt wurde.

Der Doppelsitzer war schon immer der Hingucker bei Festumzügen. Nun soll das Modell nicht weiter eingemottet bleiben. Dafür wurde eigens der mit alten Hohlpfannen eingedeckte Schaukasten aus Plexiglas errichtet, den Hendrik Knief (Medienwart) und Holger Arnke (Vorsitzender) jetzt vorstellten. Der Heidesportplatz, bereits ausgerüstet mit Tischen und Bänken, ist damit demnächst um ein Schmuckstück reicher und weckt bei jedem die „Radlerlust“.

Die Ursprünge des Radsports sind noch entschieden älter als 40 Jahre. 1905 entstand neben dem Männergesangverein der Radfahrverein „Radlerlust“ Hengstlage. Eine Handvoll junger Männer, unter ihnen Heinrich Knief, Heinrich Arnken, Karl Wichmann, Heinrich Schütte, Jan Gramberg, Johann Döding, Johann Schrader und Otto Abel, gründeten ihn. Aus der Anfangszeit sind keine Unterlagen mehr vorhanden.

Im Juni 1931 feierte man mit auswärtigen Radfahrvereinen mit Blumenkorsofahrt und Wettkämpfen das 25-jährige Bestehen. Während der Kriegs- und Nachkriegszeit ruhte der Verein. Erst 1958 kam es zu einer Eintragung in das Vereinsregister. Sie wurde mangels Beteiligung 1970 wieder gelöscht.

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Zehn Jahre später passierte dann etwas Ungewöhnliches. Am 5. Juni 1980 trafen auf dem Sager Berg acht Radfahrer zusammen. Ihr Ziel: Quelle, ein Ort bei Bielefeld, um dort etwas zurückzuholen. 1972 hatten Fußballer des TuS Quelle in der Gastwirtschaft Arnke in Hengstlage eine Rast eingelegt. Dabei wurde ein kleines Wandbrett aus dem Jahre 1931 mitgenommen, das dem Verein „Radlerlust“ verliehen worden war.

Bei der Entrümpelung eines Dachbodens wurde die alte Siegerplakette im Westfälischen entdeckt und dieser Fund nach Hengstlage gemeldet. Die acht Radler legten insgesamt eine Strecke von 280 Kilometern zurück, um die Plakette wiederzubekommen. Damit war auf einmal die Begeisterung der Hengstlager und Haschenbroker für das Fahrradfahren wieder erwacht, und so wurde am 11. August 1980 zur Gründungsversammlung gebeten. Der Radfahrverein „Radlerlust“ist seitdem aus dem dörflichen Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.

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