WARDENBURG Steigende Energiekosten belasten nicht nur zunehmend die privaten Haushalte, sondern stellen auch einen wichtigen Kostenfaktor für Gewerbebetriebe dar. Die Firma Schelling Nutzfahrzeuge GmbH setzt bei der Beheizung ihrer Verkaufs- und Büroräume sowie der Werkstatthallen künftig auf regenerative Energie. Die Wärme für den Heizungskreislauf kommt ab Herbst dieses Jahres von einer Biogasanlage, die 800 Meter vom Werksgelände in Astrup entfernt, am „Grünen Weg“ liegt.

Ein Verbrennungsmotor nutzt das durch die Fermentierung gewonnene Gas, um einen Strom erzeugenden Generator anzutreiben. Das zur Kühlung des Motors eingesetzte Wasser erhitzt sich auf dabei auf 95 Grad Celsius und wird über eine Fernwärmeleitung zur Firma Schelling weitergeleitet. Die Leitungen mussten – nach Genehmigung durch die Straßenbaubehörde – sowohl unter dem Weg „Am Schlatt“ als auch der Landesstraße L870 hindurch geführt werden. Durch einen Wärmetauscher erfolgt auf dem Betriebsgelände der Firma Schelling die Einspeisung der Energie in den Heizungskreislauf der Werksgebäude.

Die Betreiber der Biogasanlage, die Wardenburger Landwirte Dirk Barelmann und Marco Meyer, nutzen die Abwärme ebenfalls zum Beheizen eines Wohnhauses und von Stallungen. Dennoch ist die Kapazität damit noch lange nicht erschöpft. Mehr als 20 Einfamilienhäuser könnten selbst im tiefsten Winter durch die Abwärme beheizt werden, rechnet Diplom-Ingenieur Jens Haake von der Firma Schelling vor. Der herkömmliche Brennkessel werde arbeitslos und allein aus dem Grund nicht abgeschafft, um gegen einen eventuellen Ausfall der Abwärme gewappnet zu sein.

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Neben einer innovativen Wärmegewinnung erschließt das Wardenburger Unternehmen auch neue Märkte. Jüngster Meilenstein ist die Gründung der Schelling Romania SRL, die nach Prüfung des Konzeptes durch die Daimler-AG in diesem Jahr den Zuschlag für die Generalvertretung in dem neuen EU-Staat erhalten hat. Die Wardenburger Firma, die an ihrem Stammsitz 32 Mitarbeiter beschäftigt, kooperiert in Bukarest als Mehrheitseigner mit einem rumänischen Unimog-Spezialisten. Auf einem 34 000 Quadratmeter großen Werksgelände sind sowohl Verkaufsräume als auch Service-Werkstätten angesiedelt. Der Knowhow-Transfer erfolgt durch Schulungen der neuen Mitarbeiter in Wardenburg und in Bukarest. Der Großteil der deutschen Unimog-Kunden stammt nach Angaben der Firma aus dem kommunalen Bereich. Darüber hinaus zählt der Hamburger Containerhafen zu den bedeutendsten Einsatzgebieten.

Seit Januar 2007 tritt das Unternehmen von Inhaber und Geschäftsführer Gerd Schelling neben seinem Stammgeschäft Unimog-Handel und -Service als Vertragshändler für Landmaschinen vom Typ Lamborghini in Nordwestdeutschland auf.

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