Heide /Hoykenkamp Die eigentliche Begehung des Geländes der Firma Bau- und Brennstoffhandel Hauke Hein Wurthmann war am Montagabend schnell erledigt. Das lag teilweise am Platzregen, aber auch vor allem daran, dass der CDU-Ortsunion-Nord und einigen Anliegern und Anrainern der Schierbroker Straße ein ganz anderes Thema auf den Nägeln brannte: die fehlende Querungshilfe für die viel befahrene Landesstraße.

Die Christdemokraten hatten aber nicht nur zur Besichtigung, sondern auch die Menschen entlang der Schierbroker Straße explizit eingeladen. Ein paar nutzten die Chance und schilderten ihr Hauptanliegen: Vor allem seit die ersten Familien in das Neubaugebiet „Am Randgraben“ eingezogen sind, sei das Thema „Querung der Schierbroker Straße“ besonders akut geworden. Die Familien hätten viele kleine Kinder, nach Informationen des Ortsunions-Vorsitzenden Gerd Hanken sind es aktuell insgesamt 18, die regelmäßig die Schierbroker Straße überqueren müssten. Ob nun zum Kindergarten, zur Grundschule oder zur Sporthalle, die Querung sei nur selten zu vermeiden. Problem sei vor allem, so Stefanie Jordt, die seit rund 15 Jahren an der Schierbroker Straße wohnt, dass viele Autofahrer zu schnell unterwegs seien. „Und die Einfahrt gerade zum Neubaugebiet ist wirklich kaum zu sehen“, stellte CDU-Fraktionschefin Cindy Klüner auf der Fahrt zur Firma Wurthmann fest.

Die Anwohner fordern eine Querungshilfe, am besten in Form einer Bedarfsampel, irgendwo in der Nähe der Einfahrt zum Neubaugebiet. Laut Anwohnern ist das Problem: Der Bau einer Ampel oder anderen Querung liege in der Zuständigkeit des Landes, da es sich bei der Schierbroker Straße um eine Landesstraße handelt. Dies bestätigte die Gemeinde auf Nachfrage derNWZ nicht. Ferner sei es so, dass die Gemeinde für die Prüfung zuständig sei, ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine Ampel überhaupt gegeben seien. Voraussetzung sei unter anderem, dass die Schierbroker Straße in einer „Spitzenstunde“ von mindestens 50 Fußgängern überquert werden müsste. Einfacher sei grundsätzlich die Einrichtung einer Fußgängerquerungshilfe, zum Beispiel mit den sogenannten „Mittelinseln“. In beiden Fällen sei die zuständige Landesbehörde aber zu beteiligen.

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Allerdings: „Die Verkehrssicherheitskommission hat das Thema in einer ihrer letzten Sitzungen behandelt. Für eine Fußgängerquerungshilfe und für eine Temporeduzierung wurde keine verkehrliche Notwendigkeit festgestellt“, so Gemeindesprecher Hauke Gruhn.

Zeit wird es laut Stefanie Jordt, die zwar nicht im Neubaugebiet wohnt, aber die Situation an der Schierbroker Straße seit Jahren beobachtet. Denn: Im Sommer können die Kinder aus dem Neubaugebiet noch eine andere Route nehmen, um zur Schule zu kommen. Diese Strecke sei aber nicht ausreichend beleuchtet, so dass Eltern ihre Kinder da im Winter nicht langschicken könnten.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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