AÐ -Bericht zur geplanten Auflösung des Innenstadtfonds, der Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl und der Leerstände in der Innenstadt:

Starke Einzelhändler zahlten der Stadt 2003 300 000 Euro, um sich am Westring ansiedeln zu dürfen. Mit diesem „Innenstadtfonds“ sollte es der Stadt ermöglicht werden, der weiteren Schwächung der Innenstadt entgegen zu wirken. Anzufangen weiß die Stadt damit aber acht Jahre lang nichts. Nun stellt sich – wieder mal durch ein „Expertengutachten“ – heraus, dass diese Verträge von damals nichtig sind. Zum Standard eines jeden Vertrages gehört im Normalfall eine „Salvatorische Klausel“, die besagt: Sollten Teile dieses Vertrages ungültig oder unzulässig sein, verpflichten sich die Parteien diese im Geiste des Vertrages einvernehmlich durch zulässige Formulierungen zu ersetzen, so dass der Vertrag insgesamt seine Gültigkeit im eigentlichen Sinne behält.

Gibt es diese Klausel nicht, hätte man damals schludrig gehandelt. Gibt es die Klausel, sollte die Stadt das Einvernehmen mit Famila und Lidl suchen, um das Geld für die Stadt zu erhalten.

Warum überhaupt dieses (vermutlich teure) Gutachten, wenn doch die Staatsanwaltschaft keine Beanstandungen zu diesem Vertrag sieht?

Bedenklich ist allerdings, dass trotz erheblicher Probleme des Innenstadt-Einzelhandels scheinbar auch künftige Ratsmitglieder sich hiermit nicht beschäftigen wollen.

Aussage Sasse laut NWZ : „Da hat die Stadt nichts mit zu tun; sind hausgemachte Probleme“. Dabei hat die Stadt es zugelassen, dass aus der Umgehungsstraße Westring tatsächlich eine Erschließungsstraße für ein neues Einzelhandelszentrum entstand.

Aussage Goosmann: „Die Stadt könne keine Mieten subventionieren“. Die Hauseigentümer erwarten von der Stadt keine Mietsubventionen, im Gegenteil: sie sind bei der Innenstadtsanierung und mit jeder Eigeninvestition für die Ablösung von Parkplätzen kräftig zur Kasse gebeten worden. Konkrete Mietinteressenten, die in der Innenstadt eine nachhaltige Geschäftschance sehen, werden es immer verstehen, für sich eine akzeptable Miete durchzusetzen; dafür benötigt keiner die Mithilfe der Stadt.

Verwaltung und Ratsgremien sollten für die Zukunft ihre zeit-, kosten- und kräftezehrenden Ränkespielchen einstellen und ihrer Verantwortung für das eigentliche Wohl und Wehe der Stadt- und Landgemeinde gerecht werden. Ansonsten rückt unsere schöne Stadt Wildeshausen auf Dauer im Wettbewerb mit erfolgreich agierenden Nachbargemeinden uneinholbar ans Schlusslicht.

Otto Sandkuhl, Visbek-Rechterfeld

Mehrmals habe ich Ihren Artikel zum Thema Innenstadt gelesen. Ich konnte erkennen, dass sich die beiden Journalisten die Arbeit gemacht haben, alle leerstehenden Objekte aufzulisten und diese nach ihrer geografischen Lage zu benennen.

Jedoch frage ich mich: Wozu solch eine Auflistung? Ist dies eine Aufforderung an die Wildeshauser Immobilien- Makler sich zu bemühen, Läden zu vermieten?

Sollte der Artikel eine Information sein, welches Geschäft ist wohin umgezogen?

Kann dieser Bericht interessierte Kaufleute motivieren in Wildeshausen ein Geschäft zu eröffnen?

Werden so Kunden animiert, gerne nach Wildeshausen zu kommen, um hier einzukaufen?

Sicherlich nicht.

Seit nun 18 Jahren arbeiten meine Mitarbeiter und ich daran, unseren Beitrag zu einem attraktiven Wildeshausen beizutragen. Wir sind davon überzeugt, dass wir viele Kunden von außerhalb für unsere Stadt gewinnen konnten. Aber mit diesem Artikel wurde, aus meiner Sicht, viel kaputt gemacht und viel Motivation genommen. Ich bin enttäuscht, dass die Verfasser nicht aufgezeigt haben, wie viele Fachgeschäfte mit einem exzellenten Service wir haben, sondern nur negativ berichtet wurde.

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Ein Zeitungsartikel, in dem die Vielfalt und die positiven Aspekte der Wildeshauser Geschäfte herausgehoben werden und somit den Leser anregt, auch weiterhin Wildeshausen zu besuchen und dort einzukaufen, hilft sicherlich mehr, den Leerstand in der Innenstadt zu verringern.

Irene Mätzke-Rischmann , Wildeshausen

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