Hatterwüsting Die Bürgerinitiative (BI) „Windkraft nach Augenmaß!“ hat drei Jahre nach ihrer Gründung in einer Veranstaltung im Hotel Meiners eine Bilanz ihrer Arbeit gezogen und dabei auch ihre Kritikpunkte an dem Windpark Hatter Landstraße erneuert.

Sprecher Peter Franz begrüßte besonders Bürgermeister Christian Pundt sowie den 1. Vorsitzenden Matthias Elsner und Prof. Dr. Dr. Lothar Meyer vom Landesverband Vernunftkraft Niedersachsen – Landesverband Landschaftsschutz. „Vernunftkraft“ hat nach eigenen Angaben elf Landesverbände, die zusammen 840 Initiativen vertreten.

Ziele der Initiative

Erklärte Ziele der Initiative waren 2015 u.a. eine Reduzierung der Bauhöhe der Windanlagen auf maximal 150 Meter Höhe, des Lärms durch größere Abstände zur Wohnbebauung und der Nachtbefeuerung.

In puncto Höhe der Anlagen sei zwar keine Minimierung erreicht worden, aber die Initiative habe eine gute Basis geschaffen, so dass der Bürgermeister Zugeständnisse aushandeln konnte, so Sprecher Peter Franz.

Kritikpunkte der BI

 Trotz des Einbaus von „Schattenschlagmodulen“ gibt es laut Initiative immer noch Schattenschlag an Wohngebäuden.

Pundt: Dies soll an allen im Vertrag definierten Emissionspunkten, die im Genehmigungsverfahren festgelegt worden sind, allerdings nicht der Fall sein. Für alle anderen Punkte gelte der gesetzliche Rahmen von max. 30 min/Tag, und 30 Stunden im Jahr.

In den Monaten November 2017 bis Februar 2018 hat es laut Initiative am Deepenweg 1 und 2 aber häufig über 40 Minuten Schattenschlag pro Tag gegeben. Auf eine Behebung des Problems warten die Betroffenen laut Franz weiterhin. Fehlende bedarfsgesteuerte Nachtbefeuerung: Laut Dr. Lothar Meyer wurde ihm die Serienreife bereits vor zwei Jahren von der Industrie bestätigt. Pro Windpark werden mindestens vier 4 Sensoren benötigt. Die Gesamtkosten belaufen sich seiner Kenntnis nach auf etwa 50 000 Euro.€

Pundt: Die bedarfsgerechte Befeuerung sei an die Wirtschaftlichkeit gebunden. Ein sechsstelliger Betrag dazu im Vertrag vereinbart worden. „Hier warten wir auf das Ergebnis einer offiziellen Anfrage.“ Fledermausschutz: Ein Fledermausmonitoring wird zur Zeit im Planungsbüro ausgewertet und anschließend der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises vorgelegt, und dort dann geprüft. Die Initiative hält die Abschaltgeschwindigkeit der Anlagen für falsch gesetzt und kritisiert, dass Anlagen zum Schutze der Fledermäuse, „mit Rückendeckung vom Landkreis, nur aus dem Wind gedreht und nicht wie in der Genehmigung gefordert, zum Stillstand gebracht werden“.

Pundt: Gemäß einer Auskunft des Landkreises ist beim Fledermausschutz alles ordnungsgemäß.  Lärmbelastung: Die Initiative habe vom Landkreis die Bestätigung erhalten, dass die Lärmmessungen im Januar 2018 vollständig abgeschlossen worden seien, so Peter Franz. Das Baudezernat erwarte hierzu kurzfristig das Schallgutachten. Anpassungen würden angeordnet, sobald unzulässige Überschreitungen nachgewiesen seien.

Pundt: Die Lärmreduzierung sei bereits beim Bau der Anlagen installiert worden. Trotz der Vereinbarungen gebe es immer wieder Hinweise auf zu laute Anlagen. „Diese werden immer weitergeben mit der Bitte um Prüfung“, so der Bürgermeister.

Der Bürgermeister

Pundt: „Die Sitzung der BI fand ich ausgesprochen konstruktiv und positiv im Inhalt sowie in der Art des gemeinsamen Umganges. Prof. Dr. Dr. Meyer und Herr Elsner haben ausdrücklich die verhandelten Ergebnisse der Gemeinde Hatten gelobt. Leider konnte bisher aus bekannten Gründen nicht alles umgesetzt werden. Leider.

Alle Hinweise werden immer zur Prüfung an den Windparkbetreiber und auch die Genehmigungsbehörden weitergeleitet. Wir arbeiten weiter im Dialog mit den Menschen vor Ort und nehmen Sicherheitsrisiken und Beschwerden sehr ernst.“

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Die Bürgerinitiative

 Weitere Treffen der Bürgerinitiative finden immer an dem 4. Dienstag eines Monats statt.

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