Harpstedt „2021 oder 2022 wird’s werden.“ – Bis das Konzept für die Neuaufstellung der Nahversorger im Flecken Harpstedt umgesetzt ist und am Junkernkamp der neue Netto-Markt seine Türen öffnet, werden nach Einschätzung von Hans Fahrenholz noch einige Monate ins Land gehen. Am Donnerstagabend schilderten der Geschäftsführer der HFC Immobilien GmbH (Cloppenburg) und Oliver Thomas, Gebietsleiter Expansion bei Netto, dem Umwelt- und Planungsausschuss des Fleckens die Pläne für den Neubau des Discounters.

Die HFC beabsichtigt, das Bauvorhaben für Netto zu errichten. Hierfür hatte das Cloppenburger Unternehmen beim Flecken Harpstedt die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans beantragt.

Schon der erste Blick auf die Zeichnungen, die Oliver Thomas vorstellte, machte die große Ähnlichkeit des neuen Netto mit dem bestehenden Inkoop-Markt deutlich. Der Baukörper für den Discounter sei „etwas schmaler“, erklärte Thomas. Die Verkaufsfläche soll rund 1000 Quadratmeter betragen (zurzeit hat Netto an der Amtsfreiheit 600 Quadratmeter). Im seitlichen Trakt zur Lindenstraße hin werde die Bäckerei Meyer/Mönchhof ihre Waren anbieten und ein kleines Café betreiben.

Auf dem Parkplatz vor dem Gebäude will Netto etwa 70 Stellplätze anlegen – allerdings in der Ausrichtung nicht mehr parallel, sondern quer zum Junkernkamp. Entsprechend der Entwicklung der Fahrzeuge plane man die Stellflächen breiter als in der Vergangenheit üblich, nämlich mit 2,70 statt 2,50 Metern, sagte Fahrenholz. Auch künftig solle es zwei Zu- und Ausfahrten geben, wobei die zur Lindenstraße hin auf zehn Meter aufgeweitet werde.

Auf die Frage von Grünen-Ratsfrau Irene Kolb nach Fahrradstellflächen sagte Thomas, dass die Mindestzahl bei zehn liege. Je nach Bedarf werde man die Zahl anpassen. Als Kolb wissen wollte, ob Netto auf dem Parkplatz auch Bäume pflanzen werde, verneinte Thomas: „Im Gegensatz zu Inkoop sind wir Discounter. Wir gucken nicht nur auf den Euro, sondern auch auf den Cent.“ Ratsfrau Sandra Hormann (HBL) bedauerte, dass ein Grünstreifen am nördlichen Parkplatzrand (zur Lindenstraße hin) nicht mehr vorgesehen sei.

Bauamtsleiter Jens Hüfner hatte gleich zu Beginn des Tagesordnungspunktes auf den Zusammenhang des Netto-Projektes mit dem geplanten Umzug von Inkoop und Aldi an die Wildeshauser Straße hingewiesen. Die Verwaltung beabsichtige, die Aufstellung der Bebauungspläne Nr. 56 („Sondergebiet Einzelhandel Wildeshauser Straße“) und 57 („Lebensmitteldiscounter am Junkernkamp“) parallel durchzuführen.

Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, das Verfahren zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für den Junkernkamp einzuleiten. Das Votum ist allerdings nur eine Empfehlung, das „letzte Wort“ hat der am Montag, 24. Juni, tagende Verwaltungsausschuss.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.