Harpstedt /Bassum /Wildeshausen Der Bau eines Radweges an der Landesstraße 776 zwischen Harpstedt und Bassum ist am Dienstag Thema im Bau-, Straßen- und Brandschutzausschuss des Kreistages in Wildeshausen gewesen. Grundlage war der Antrag der Grünen, der Landkreis solle sich bei der Straßenbaubehörde für eines solchen Radweges einsetzen. Die Strecke von etwa zehn Kilometern verläuft etwa je zur Hälfte im Landkreis Oldenburg und im Landkreis Diepholz.

Radwegprojekte an Landesstraßen sind unterteilt in „vordringlichen“ und „weiteren Bedarf“. Der Landkreis Diepholz hat laut Sitzungsvorlage die L 776 in ihrer Prioritätenliste für den Bau von Radwegen an Landesstraßen nicht als vordringlich eingestuft. Allerdings sei es erfahrungsgemäß möglich, dass das Diepholzer Teilstück im Sinne eines Lückenschlusses beschleunigt umgesetzt werden könnte, wenn das Stück im Oldenburger Kreisgebiet bereits realisiert wäre.

Günter Westermann (CDU) bezeichnete einen Radweg zwischen Harpstedt und Bassum als sinnvoll. Er sieht grundsätzlich dringenden Handlungsbedarf und das Land in der Pflicht. „Auf der Strecke gibt es einen enormen Wildwechsel, dort müsste das Tempo für Autofahrer reduziert werden, um die Unfallgefahr zu reduzieren.“

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Nach Auskunft von Siegfried Bluhm, Leiter des Straßenverkehrsamtes, arbeitet der Landkreis bereits daran. Die semistationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage stehe regelmäßig für mehrere Tage an der Strecke. Es würden Erkenntnisse gesammelt, ob eine Senkung der Geschwindigkeit Einfluss auf die Unfälle mit Wild habe.

Hinsichtlich eines Radweges schlug Bluhm vor, dass auch über eine alternative Route abseits der Landesstraße nachgedacht werden sollte. Das hielt Götz Rohde (Grüne) nicht für sinnvoll, da Radpendler zwischen Harpstedt und dem Bahnhof in Bassum (13 Kilometer) eine schnelle Verbindung suchten.

Dem pflichtete Ansgar Behrens von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bei. Er trat Befürchtungen entgegen, dass ein möglicher Radweg von Harpstedt nach Bassum an der Kreisgrenze enden werde.

Die Beschlussvorlage, die Kreisverwaltung solle sich bei der Fortschreibung des Radwegekonzeptes des Landes Niedersachsen für die Einstufung als vordringlicher Bedarf aussprechen, wurde einstimmig angenommen.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
Jana Budde Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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