Wildeshausen Jeder kennt sie, kaum einer nutzt sie noch – Telefonzellen. Zu Zeiten von Handy und Smartphone sind immer weniger Menschen auf die engen Zellen mit dem rosa „T“ angewiesen. „Ich habe noch nie eine Telefonzelle genutzt“, erzählt Thorben Wilkens (23) aus Brettorf. Heute habe schließlich so gut wie jeder ein Handy und sei nicht mehr auf öffentliche Telefone angewiesen.

Einige Wildeshauser berichteten bei einer Befragung, dass sie sich nicht daran erinnern könnten, wann sie zuletzt eine Telefonzelle genutzt haben. Und wenn, dann sei es mindestens fünf oder zehn Jahre her. Dennoch halten es viele für wichtig, dass es die öffentlichen Fernsprecher für Notfälle weiter an zentralen Orten gibt, wenn auch mittlerweile nicht mehr in Zellen, sondern an offenen Säulen.

In Wildeshausen gibt es noch die Möglichkeit, öffentliche Telefone zu nutzen: Am Marktplatz steht zum Beispiel noch eins, das sowohl mit Karte als auch mit Münzen funktionieren soll. Nur wenige Meter entfernt, am Parkplatz beim Rathaus, gibt es direkt noch eine Telefon-Station.

Bundesweit sind laut Auskunft der Telekom noch etwa 35 000 öffentliche Telefone im Betrieb. Zum Vergleich: In Deutschland kommen statistisch gesehen circa 1,4 SIM-Karten auf jeden Einwohner. 2006 gab es laut Bundesnetzagentur noch 110 000 Telefonzellen. Dass das Angebot immer geringer wird, liegt an der verringerten Nutzung.

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„Grundsätzlich passen wir unseren Bestand an Telefonzellen dem Bedarf der Bürgerinnen und Bürger an. Der Unterhalt von Telefonzellen kostet Geld, etwa für Strom, Wartungen oder Beseitigung von Schäden durch Vandalismus. Städte und Gemeinden werden wegen eines Abbaus von uns angesprochen, wenn auf deren Gebiet extrem unwirtschaftliche öffentliche Fernsprecher mit einem Umsatz von weniger als 50€ Euro im Monat stehen“, erklärt die Telekom.

Für Notfälle finden viele Bürger den Fortbestand von Telefonsäulen jedoch sehr wichtig: „Ich besitze zwar ein Handy, aber das habe ich auch nicht immer dabei“, sagt Ursula Görke (77). Andere trauen dem Akku ihres Handys nicht ganz und sind froh, wenn im Notfall immer ein öffentlicher Fernsprecher zur Seite steht. Auch älteren Menschen oder Kindern, die nicht im Besitz eines Mobiltelefons sind, kämen sie zugute.

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