Haidhäuser 80 Liter Kartoffelsuppe, gekocht von den Anwohnern in Neddenhüsen und Im Großen Ort in Brettorf, köchelten am Samstagabend auf der Diele von Familie Höfel in Haidhäuser beim Erntefest der Arbeitsgemeinschaft Brettorfer Vereine im Hintergrund vor sich hin. Das leckere Essen und die Brote mussten noch etwas warten.

Erst nach Andacht, Begrüßung, Aufführung der Mädchen und Jungen des Kindergartens Filibuster, dem Einbringen der Erntekrone durch die Haidhäuser Nachbarschaft und den musikalischen Beiträgen des Brettorfer Chors „Ton-Art“ sowie der Treck-Sood-Musikanten aus Großenkneten konnten die Besucher essen.

Bei einem fast lauem Abendlüftchen hatten sich über 250 Gäste aus Brettorf und den umliegenden Ortschaften zum Erntedankfest eingefunden. „Alle zwei Jahre veranstaltet die AG Brettorfer Vereine auf einer immer anderen bäuerlichen Diele das Erntefest im großen Rahmen“, sagte AG-Vorsitzender Gerrit Meyer. Und er ließ dabei auch durchblicken, dass er schon ein Stück stolz darauf sei, dass immer wieder eine solch tolle Veranstaltungsmöglichkeit und vor allem Ausrichter gewonnen werden könnten. Damit sprach er Anke und Heinz-Günter sowie Birte und Oliver Höfel an, bei denen er sich für die Bereitstellung der alten Diele ausdrücklich bedankte.

„Eine kleine Änderung haben wir bei diesem Erntefest aber auch. So wird Pastorin Susanne Schymanitz gleich die Andacht auf Hochdeutsch leiten“, betonte Meyer. Sonst hatte immer Claudia Hurka-Pülsch auf Plattdeutsch die Andacht geführt. Sie befindet sich aber im Urlaub.

Doch der Beifall zeigte, dass es auch noch „Fans des Hochdeutschen“ auf der Diele in großem Maße gab. „Wie schön, dass wir hier zusammen sind und Danke sagen wollen, was oft in der Gesellschaft heute fehlt“, erinnerte Susanne Schymanitz dann an den tiefen Sinn von Erntedank. Markus Häger begleitete beim Gemeindelied „Wir pflügen und wir streuen“, während der Brettorfer Chor eingangs „Die Himmel erzählen“ und zwei weitere Lieder vorstellte.

Höhepunkt war einmal mehr das Anspiel des Kindergartens Filibuster aus Brettorf. Da wurden die Smartphones sowie Kameras gezückt und das Stück um den Hahn auf dem Hühnerhof für das Familienalbum festgehalten.

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Auch hier hatte Gerrit Meyer an alles gedacht. Natürlich gab es für die „Schulis“ der Brettorfer Kita auch eine Belohnung. „Nur nicht Möhren und Kohlrabi, wie es Gudrun Löhlein vorgeschlagen hatte. Heute ist Wochenende und es wird gefeiert“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Die kleinen süßen Überraschungen fanden schnell Absatz.

In einem Grußwort gab Bürgermeister Ralf Spille, zugleich auch Nachbar, zu bedenken, dass der Erntedank nicht nur für die Landwirte, sondern alle Menschen der Gesellschaft Anlass sein sollte, um ins Gespräch zu kommen. „Die vielen Fragen zur Entwicklung der Landwirtschaft, zur Tierhaltung und zum Konsumverhalten verlangen nach Antworten“, so Spille. Dabei trage jeder Einzelne Verantwortung für Natur und Umwelt. „Die Dankbarkeit für die Gaben des Lebens und die Wertschätzung der Arbeit des Anderen sind Voraussetzungen für einen konstruktiven Dialog.“

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