Ahlhorn Die Freiwillige Feuerwehr Ahlhorn im Einsatz, ebenso Auszubildende des Katasteramtes, Ingenieure und Vertreter des Landkreises Oldenburg: Viel Betrieb kennzeichnete am Dienstagvormittag das Gelände rund um das denkmalgeschützte Stellwerkgebäude As Ahlhorn. Der Grund: ein aufwendiger Belastungstest. Der 50 000-Liter-Tank im Gebäudeturm, einst die Tankstelle für die Dampflokomotiven, soll nach der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes einer neuen Nutzung zugeführt werden. Jahrzehntelang nicht mehr in Gebrauch, galt es auszuprobieren, ob der Stahlbeton weiter hält.

Doppelfunktion

Das Stellwerkgebäude in Ahlhorn ist ein Backsteinbau im Stile der Neuen Sachlichkeit aus dem Jahre 1931. Das Gebäude mit Wasserturm wurde am Schnittpunkt der Eisenbahnlinien Oldenburg-Osnabrück beziehungsweise Ahlhorn-Vechta errichtet. Es diente als Sitz des Weichenstellers und zugleich als Auffüllstation für die mit Wasser betriebenen Dampflokomotiven. Diese Doppelfunktion ist eine Besonderheit und steht unter Denkmalschutz. Ein Trägerverein packt jetzt die Sanierung des Stellwerkes an, um das selten erhaltene Beispiel der Eisenbahnverkehrsgeschichte zu erhalten und künftig wieder zu nutzen.

Die Experten waren im Vorfeld optimistisch. Zu Recht. „Stillstand war genau das gewünschte Ergebnis“, so Peter Nieslony, Leiter des Kreis-Bauordnungsamts und Geschäftsführer des Trägervereins für die Sanierung des Denkmals, über den erfolgreichen Test.

Künftig soll der Monumentendienst in das Gebäude einziehen. Dabei ist der Tank als Wärmespeicher vorgesehen. Bis zu 25 Kubikmeter Wasser soll er künftig enthalten. Als Sicherheitsreserve ließen die 15 Kameraden der Ahlhorner Wehr 33 000 Liter in den Tank einlaufen, per Schlauch den Turm hochtransportiert. „Es gab kleine Haarrisse“, so Nieslony, die den Statikern aber keine Sorgen bereiteten. „Der Belastungstest war erfolgreich“, so Nieslony.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das ergab auch die Messung durch ein Ausbildungsteam der Katasteramtes. Es hatte Messspiegel auf den Turm gesetzt und verfolgte per Laser, ob es bei der Befüllung des Tanks zu Bewegungen im Gebäude kam. Das war aber nicht der Fall. Nach rund drei Stunden konnte das Wasser wieder abgepumpt werden, Architekt Bernd Eckholt aus Großenkneten und Statiker Andreas Hauth aus Wildeshausen waren wie alle Beteiligten mit den Ergebnissen zufrieden.

Die ersten Aufträge für Sanierungsarbeiten sind inzwischen vergeben. Rund 260 000 Euro sind eingeplant. Wenn es optimal läuft, soll das Stellwerk Ende Frühjahr 2016 wieder genutzt werden.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwztv/oldenburg-land 
Video

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.