Großenkneten Worauf es bei einer Vogelschau ankommt? Alle Tiere müssen genau gleich groß sein, erklärt der Vogelzüchter Erwin Beckert, und zwar genau 24 Zentimeter. Auch bei der Farbe sollten die Vögel gleich aussehen. Die Paare, die ausgestellt werden, müssen außerdem aus Hahn und Henne bestehen, weiß der 77-Jährige.

Beckert blickt auf erfolgreiche Monate als Züchter zurück. Jedes Jahr tritt er mit seinen Wellensittichen bei der Bundesschau in Kassel an – und hat 2019 nicht nur dort die Preisrichter überzeugt.

Auch auf der Europaschau war Beckert erfolgreich: Zwei Auszeichnungen für erste Plätze brachte er von der Ausstellung in Karlsruhe mit nach Hause. Dabei habe er sich in diesem Jahr nicht nur gegen Züchter aus Europa, sondern aus der ganzen Welt durchsetzen müssen, so der 77-Jährige. Bei der Bundesschau in Kassel trat er in der Champion-Stufe, der höchsten Züchterstufe, an. Sowohl einen ersten Platz für eines seiner Paare als auch einen zweiten Platz für eine Kollektion mit vier Vögeln konnte der Züchter dort für sich verbuchen.

Über 40 Jahre lang ist Beckert bereits mit seiner Zucht aktiv. Mit Wellensittichen kennt er sich daher bestens aus: 20 Arten gebe es in freier Wildbahn, erklärt er. Sieben davon züchtet der 77-Jährige selbst, stellt sie auf Schauen aus und verkauft sie. Diesem Hobby widmet er eine Stunde am Tag.

Die Erfahrung aus seinem früheren Beruf macht dabei einiges einfacher: Vieles passiert in der Voliere des ehemaligen Elektrikers automatisch. Die Lichtversorgung für die Vögel reguliert sich von selbst, auch um das tägliche Füttern muss Beckert sich nicht selbst kümmern. Ohne Unterstützung ginge es dennoch nicht, meint er. Seine Frau hilft ihm dabei, die Vögel zu versorgen. Ist das Paar unterwegs, springt auch mal ein Nachbar ein.

Seit mehr als zehn Jahren lebt Beckert bereits in Großenkneten. Davor, als er noch in Elsfleth lebte, war er auch in einem Vogelzuchtverein aktiv, berichtet der 77-Jährige. Vereine gebe es aber immer weniger. „Die Züchter werden immer älter. Junge Leute kommen kaum nach“, meint er. Er selbst denkt nicht daran aufzuhören. „Ich brauche die Arbeit“, erzählt er.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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