Großenkneten Durchatmen ist jetzt für zwölf Hauswirtschafterinnen und 16 Landwirte angesagt. Das unterstrich Kreislandwirt Jürgen Seeger in seiner Rede während der Freisprechungsfeier mit Landwirtschaftsball am Freitagabend im Gasthaus Kempermann in Großenkneten. „Der Prüfungsstress ist Vergangenheit. Mut und Einsatz haben sich gelohnt, und die meisten von Ihnen sind schon durchgestartet“.

Fachkräfte gesucht

Tatsächlich absolvierten die Auszubildenden schon im Juni und Juli ihre Prüfungen. Mit starkem Ergebnis – denn niemand blieb auf der Strecke. „Fachkräfte werden gesucht“, sagte Seeger. Sie säen und ernten nicht, aber Sie wissen, wie es geht.“ Es sei gut zu wissen, dass es qualifizierten Nachwuchs gebe – auch vor dem Hintergrund, dass das Ansehen der Landwirtschaft gelitten habe.

Die Absolventen

Freigesprochen wurden die Landwirte Anton Bredehöft, Jan Hendrik Diers, Mirco Reuter (alle Dötlingen), Arndt Brengelmann (Wildeshausen), Fabian Hoting (Wardenburg), Tim Jüchter (Ganderkesee), Janek Matthies, Ralf Würdemann (Stuhr), Henrik Ötken, Timo Poppe (Hude), Jan Otte (Hatten) sowie Micha Hofmann (Kirchberg).

Die Prüfung zur Hauswirtschafterin bestanden Garcia Claasen, Heidi Friedritz, Cosma Hartmann, Jennifer Knebel (alle Oldenburg), Hildburg Jeddeloh, Annika Neumann (beide aus Wardenburg), Astrid Köster (Schwanewede), Bianka Kunz (Brake), Anja Oncken (Jade) und Martina Schnell (Dötlingen).

„Die Politik muss aufhören der Besserwisser zu sein“, meinte Seeger. Er erinnerte an die Bauerndemo in Oldenburg, aber auch an die große Herausforderung, vor der die Landwirte stünden. Insektenschutz, Tierwohl, Düngeverordnung. „Sie sind gut ausgebildet, digital auch auf dem Feld bestens vernetzt, vor dem Wissen und der Erfahrung der Eltern, Großeltern und anderen Generationen.“ Die Landwirte seien gut aufgestellt. Ein Fachwissen, das sich die Absolventen mit Fortbildung sichern müssten. „Einbringen, mitmischen und einmischen“, das sei heute die Devise.

Bevor die Urkunden an die Absolventen vergeben wurden, zeichnete Ina Janhsen, Präsidentin des Landfrauenverbandes Weser-Ems, mit ihrer Festansprache „Ich bin ein Bauernkind“ die Rahmenbedingungen und eigene Wertschätzung auf. 2,5 Millionen Rinder, 8,7 Millionen Schweine und 15,8 Millionen Legehennen befänden sich in niedersächsischen Ställen. Die Berufung sei, gesunde Lebensmittel zu produzieren und die Menschen zu ernähren. Dennoch würden Landwirte heute als Klimakiller in der Gesellschaft, in Medien und in der Politik genannt. Eine Berufsgruppe, die mindestens dreimal täglich für alle beim Essen von Bedeutung sei. Es gehe jetzt um die Bewahrung und Achtung des eigenen Berufsstandes vor dem Hintergrund von Einheit zwischen Mensch, Natur und Tier. „Kämpft dafür“, fordert Janhsen auf.

Beste Absolventen

Traditionell eröffnete der beste Absolvent Landwirtschaft mit einer Rede die eigentliche Freisprechung. Micha Hofmann aus Kirchberg in Baden-Württemberg hing seine Erfahrungen am „Hacken“, dem Häckseln auf dem Feld, auf. In launigen Vergleichen schilderte und bedankte er sich für seine Ausbildungsmöglichkeiten. Für die Hauswirtschafterinnen blickte Annika Neumann im Namen ihrer Mitstreiterinnen zurück. Beste Absolventin war Heidi Friedritz. Als bester Absolvent Tierwirt wurde Jonas Leonardo Biehl (Oldenburg) ausgezeichnet. Zugleich ist er Niedersachsens bester Tierwirt. Das beste Berichtsheft lieferte Tim Jüchter (Ganderkesee) ab. Landwirtschaftsmeister und zugleich staatlich geprüfter Betriebswirt ist dagegen Sören Spille (Sandkrug).

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