WILDESHAUSEN Am Ende zeigten sich die Organisatoren zufrieden: „Es wurden sehr gute Gespräche, auf sehr hohem Niveau geführt“, sagte der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Wildeshausen, Johannes Lenzschau. Die harte Vorbereitung habe sich gelohnt, ergänzte Messeleiter Andreas Brümmer. Knapp 6000 Zuschauer, etwas weniger als vor drei Jahren, lockte die 9. Wittekindschau in den zurückliegenden drei Tagen an insgesamt 81 Ausstellerstände. Vor allem am Sonntag war die rund 6500 Quadratmeter große Fläche an der Diskothek Fun Factory prall gefüllt. Und das trotz frühsommerlicher Temperaturen von mehr als 20 Grad.

Bereits die Autokennzeichen ließen keinen Zweifel aufkommen: Die Wittekindschau erwies sich erneut als Magnet für Besucher aus der gesamten Region. „Wir kommen gern hierher. Die Stadt hat etwas zu bieten“, sagte Christian Freese (38) aus Visbek. Jens Luthardt aus Wildeshausen wollte sich, wie viele andere Besucher, einen Überblick über das Leistungsangebot der heimischen Firmen verschaffen. Zu den Neulingen der Messe gehörte beispielsweise Steinmetz- und Bildhauermeister Andreas Neuner, der in den drei Tagen eine Sitzbank erstellte. „Der Publikumszuspruch ist gut“, freute sich der 35-Jährige. Die erste HGV-Messe war es auch für GEG-Geschäftsführer Hermann Busch, der am Gemeinschaftsstand von Stadt und WLO über freie Gewerbe- und Baugrundstücke informierte. Premiere feierte auch Andreas Neteler, der in diesem Sommer am Westring 16 in Wildeshausen eine Service-Werkstatt für Kfz-Aufbereitung eröffnen will.

Natürlich bot die Messe erneut zahlreiche Innovationen: Mario Küpker von der „Light- und Laser-Company“ (LLC) zeigte eine LED-Lichtwand, Bernd Sontag vom gleichnamigen Caravan-Service modernste Satellitentechnik und das Fitnessstudio „InjoyMed“ demonstrierte ein Ganzkörpertraining mit so genannten Elektroimpulsgeräten. Gut verkabelt im schwarzen Dress lassen sich so wichtige Muskelgruppen stimulieren.

Auch „Aufklärungsarbeit“ wurde geleistet. Tjard Wildeboer und Hermann Kathmann stellten mit einem Opel-Oldtimer (Baujahr 1928, knapp 90 000 Kilometer auf dem Buckel) als Blickfang die Bürgerstiftung Wildeshauser Geest vor. „Viele Menschen wissen, was ein Verein macht“, sagte WIldeboer, „aber die sozialen Ziele unserer Stiftung kennen noch zu wenige.“ Der Bürger- und Geschichtsverein informierte ebenso wie das Präventionsteam der Polizei, die über Einbruchschutz und Jugendschutz aufklärte. Eine „Rauschbrille“ veranschaulichte auf drastische Weise das eingeschränkte Sichtfeld nach übermäßigem Alkoholkonsum. Am Sonnabend codierten die Polizisten auf dem Parkplatz 43 Fahrräder.

Nicht nur Handel, Handwerk und Dienstleister setzten sich gekonnt in Szene: Viel Applaus erhielten am Sonntagmorgen drei Gruppen des SC Wildeshausen, die Hip-Hip-Tänze aufführten. Bei der Ausstellerparty am Sonnabend bot die Top-40-Band Promise eine stimmgewaltige Show, die von Liedern wie „Highway to Hell“ bis zu einem Wolfgang-Petry-Medley reichte. Das Lichdesign dafür hatte Mario Küpker entworfen, der dafür erstmals „Xenon-Tower“ einsetzte. „Die gibt’s sonst nur bei Sendungen wie ,Deutschland sucht den Superstar’.“

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Mitmachen und Ausprobieren war angesagt: Bei der Apotheke Weißenborn konnten Kunden Heilpflanzen erraten, am Stand der Raiffeisen-Genossenschaft Getreidesorten. In der Gondel am Hüffermann-Kran erlebten Besucher Wildeshausen aus 60 Metern Höhe. Die zehnte Wittekindschau in drei Jahren gilt bereits heute als abgemacht.

Extra, S.36

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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