HUDE Allein 23 Mädchen waren zu Gast bei der Firma Labom. Andere besuchten Firmen in Bremen und Oldenburg sowie Behörden.

Von Matthias Kosubek HUDE - Praktische Einblicke in die Arbeitswelt technischer Berufe erhielten gestern auch Huder Mädchen. Firmen, Handwerksbetriebe und Behörden aus der Gemeinde sowie aus den Nachbarstädten Oldenburg und Bremen hatten anlässlich des Mädchenzukunftstages, auch Girls‘ Day genannt, den Schülerinnen im Alter von elf bis 16 Jahren die Möglichkeit gegeben, für einige Stunden in die Arbeitswelt typischer Männerberufe „hineinzuschnuppern“. Die Resonanz auf dieses freiwillige Angebot, so Sozialpädagogin Insa Coordes, die für die Haupt- und Realschule den Mädchentag organisiert hatte, war recht unterschiedlich. In den Abgangsklassen 9 und 10 bestand so gut wie kein Interesse. Verständlich – haben die Mädchen doch schon eine Wahl getroffen und befinden sich außerdem im Prüfungsstress. Insgesamt, so zeichnete es sich ab, war das Interesse in den 5. und 6. Klassen recht groß, in den Klassen 7 und 8 unterschiedlich. Einige Klassen hatten zudem gerade ein Berufspraktikum absolviert.

Neben Huder Betrieben der Industrie und des Handwerks boten große Firmen in Bremen und Oldenburg (Daimler-Chrysler, Airbus und AEG) sowie die Bundeswehr oder die Polizei Plätze an. Gleich 23 Mädchen auf einen Schlag waren gestern bei der Huder Firma Labom Mess- und Regeltechnik GmbH zu Gast. Beworben hatten sich sogar 35. Diese Zahl hätte aber die personellen Kapazitäten überfordert. Labom bot bereits zum dritten Mal in Folge Plätze an. Bernd Franck informierte die Mädchen zunächst über die Firma und ihre Produkte, ehe sie in sechs Gruppen die verschiedenen Abteilungen kennen lernten. Auszubildende im letzten Lehrjahr führten die Kinder und Jugendlichen durch die verschiedenen Abteilungen. Dort durften sie den Beschäftigten nicht nur über die Schultern schauen, sondern selbst bohren, schrauben, Platinen bestücken und sogar löten.

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14 junge Leute werden zurzeit beim Labom ausgebildet, davon fünf Mädchen, und zwar in den Berufen Systemelektroniker, Feinwerkmechaniker, Industriekauffrau und technischer Zeichner.

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