Bookholzberg Ob dieser Verein denn das „richtige“ für sie sei? Ingrid Heike erinnert sich noch recht genau an ihr Zögern, als am 1. März 2001 in Bookholzberg das „Internet-Café“ des Senioren-Netzwerk e.V. eröffnet wurde. Schließlich kannte sich die ehemalige Sekretärin mit dem Computer bereits recht passabel aus, „mit hat nur das Rumgetippel gefehlt“. Doch Ingrid Heike trat ein, wurde Gründungsmitglied. Eine Entscheidung, die sie nicht bereut hat: „Das bringt mich immer noch weiter – und ich habe interessante und nette Menschen kennengelernt.“

Verein in Kürze

255 Mitglieder hat das Internetcafé/Senioren-Netzwerk im Landkreis Oldenburg, überwiegend aus den Gemeinden Ganderkesee und Hude sowie aus Delmenhorst. Die meisten Mitglieder sind über 60, das älteste Mitglied ist 91 Jahre alt. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 25 Euro/Jahr (bei freiem Surfen), darin nicht enthalten sind Kursgebühren. Aktuell werden zwölf Kurse angeboten.

Das Internetcafé befindet sich auf dem Gelände des Berufsförderungswerks in Bookholzberg, Apfelallee 1 (neben dem Jobcenter).

Mehr Informationen unter www.seniorenamnetz.de

Dass die Gemeinschaft für die „Silver-Surfer“ eine große Rolle spielt, wurde auch am Mittwoch deutlich, als der Verein Senioren-Netzwerk in einem Seminarraum des Berufsförderungswerks seine ordentliche Mitgliederversammlung veranstaltete. Das 15-jährige Bestehen wolle man am 10. August mit einem Sommerfest feiern, kündigte Pressesprecherin Inge Fischer an. Auch eine Tour durch den Hasbruch mit Gerd Drieling (21. Mai) soll es geben, ferner einen Ausflug mit dem Bus und einen Besuch des Nikolausmarktes im Museumsdorf Cloppenburg.

Seit seiner Gründung habe der Verein eine spürbare Wandlung erlebt, sagte Ingrid Heike. Mit 30 Interessierten habe man seinerzeit angefangen. „Die Leute strömten und waren neugierig.“ Allerdings: „Bestimmt 90 Prozent“ hatten vom Handling eines Computers gar keine Ahnung. Und: „Das war eine Zeit, zu der die Leute noch Angst hatten, den PC anzustellen.“ Amüsiert erinnert sich die Mitgründerin, dass das Berufsförderungswerk den Senioren sogar „einen Jugendschutz-Schalter“ eingebaut hatte. Das Hauptinteresse habe damals dem Internet gegolten.

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Heute liege der Anteil derer, die ohne PC-Kenntnisse in den Verein eintreten, wohl unter 50 Prozent, schätzt Vorsitzender Heiko Zimmermann. Smartphone und Tablet-PC hätten längst Einzug gehalten. Da werde via Whats-App mit den Enkeln Kontakt gehalten, da würden Fotobücher erstellt. Und: Die Angst, etwas falsch zu machen, sei heute spürbar geringer, hat Kassenwart Horst von Reeken beobachtet.

Übrigens: Gewählt wurde am Mittwoch auch. Als erster stellvertretender Vorsitzender macht Lothar Wuth weiter; als Kassenwart wurde Horst von Reeken im Amt bestätigt.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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