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Gemeinde Ganderkesee Kinder, die am frühen Morgen an einer unbeleuchteten Bushaltestelle warten, und Pendler, deren Weg zum Zug über eine unbeleuchtete Treppe führt: Auch in der Gemeinde Ganderkesee gibt es Bereiche, in denen sich Passanten in der Dunkelheit unwohl fühlen.

Eine dieser „dunklen Ecken“ befindet sich in Bookholzberg. In der Nähe des Bahnhofs führt eine Treppe vom Bürgersteig an der Bundesstraße 212 in Richtung Technisches Hilfswerk. Die Treppe, die besonders von Pendlern genutzt wird, hat nur eine Lampe im oberen Bereich. Unten gebe es eine „verwunschene Ecke“ mit viel Grünzeug, die unbeleuchtet sei, sagt Dietmar Mietrach, Vorsitzender von „Wir in Bookholzberg“ (WiB). „Das ist eine unangenehme Ecke für alle, die abends vom Bahnhof kommen.“ Es bestehe schon lange der Wunsch, dort mehr Lampen hinzubekommen. Doch erst im Zuge des THW-Neubaus soll nach Auskunft Mietrachs etwas geschehen. Auch andere Bereiche am Bookholzberger Bahnhof könnten seiner Meinung nach mehr Licht vertragen  – etwa der Rad- und Fußweg zur alten Molkerei.

Mehr Geld für Straßenlaternen mit LEDs

Etwa 40 Prozent der Straßenlaternen in der Gemeinde sind bereits modernisiert worden. In den kommenden vier Jahren sollen laut Uwe Nordhausen, Geschäftsführer des Kommunalservice Nordwest, weitere 2000 Lampen mit neuen Leuchtköpfen ausgestattet werden. Das Budget dafür wurde im Haushalt von 200 000 auf 400 000 Euro pro Jahr erhöht.

Mit einer lichttechnischen Berechnung für jede Straße ermittelt der Kommunalservice, ob zusätzliche Lampen installiert oder höhere Masten aufgestellt werden müssen. „Damit es keine dunklen Flecken gibt“, sagt Nordhausen mit Blick auf Kritik.

Dunkle Haltestelle

„Dunkle Ecken“ gibt es offenbar vor allem in Bereichen des Öffentlichen Nahverkehrs. In Hoykenkamp ist es eine unbeleuchtete Bushaltestelle an der Schierbroker Straße im Bereich des alten Wehrgrabens. Viele Schulkinder würden dort morgens im Dunkeln warten, sagt Ratsmitglied Fred Molde. „Beleuchtung müsste her. Und das Dach ist auch kaputt.“ Molde hat sich bereits an die Gemeindeverwaltung gewandt. Das sei allerdings ein Dreivierteljahr her. Ein kaputtes Bushäuschen gibt es auch an der Bundesstraße 212 in Grüppenbühren: Die Glasscheiben des Häuschens seien zerdeppert worden, sagt Horst Auffarth vom Orts- und Heimatverein. „Das Bushäuschen ist vollkommen kaputt.“

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Wenige Beschwerden

Es werde geprüft, ob man Acrylglas für die Reparatur nutzen könne, sagt Gemeinde-Sprecher Hauke Gruhn. Und in Hoykenkamp solle im kommenden Jahr ein neues, barrierefreies Wartehäuschen entstehen. Insgesamt gehen bei der Verwaltung laut Gruhn jedoch kaum Beschwerden über dunkle Ecken ein. Die Hinweise, die es gebe, würden zeitnah geprüft. Manchmal liefert nicht die Dunkelheit, sondern das Licht Grund zur Beschwerde: Besonders in Falkenburg gibt es Kritik an der neuen LED-Straßenbeleuchtung, die bereits in vielen Straßen installiert wurde. Die niedrigeren Lampen in den Wohnstraßen hätten einen kleineren Lichtkegel, so dass man gleich wieder im Dunkeln verschwinde, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler. „Das halte ich für gefährlich.“

Komplett ohne Licht

Doch es gibt auch Bauerschaften, die komplett im Dunkeln liegen. In Havekost und Hengsterholz gibt es jeweils nur eine Straßenlaterne, ansonsten sind die Straßen unbeleuchtet. Die Bewohner haben sich mit der Situation arrangiert: „Eltern begleiten ihre Kinder mit der Taschenlampe zur Bushaltestelle oder bringen sie mit dem Auto hin“, sagt Karl-Heinz Meier, Vorsitzender des Ortsvereins Hengsterholz-Havekost. Zwar hat der Verein die Straßenbeleuchtung noch nicht offiziell eingefordert. Doch die Begehrlichkeit sei da, sagt Meier.

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Antje Rickmeier Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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