TWEELBäKE Die im Norden des Tweelbäker Sees geplante Wasserskianlage trifft auf geballten Widerstand: Die Vorstände von sieben Tweelbäker Vereinen haben sich zu einem Ortstermin am See getroffen und ihre ablehnende Haltung gegen das Projekt demonstriert. Sie sehen durch mehr Verkehr und Lärm Umweltbelange missachtet und die Naherholungsfunktion des Areals gefährdet. An dem Termin nahmen Gerold Deye (Bürgerverein), Hans-Günther Harms (Heimatverein), Lisa Lütje (Landfrauen), Georg Bleckwehl (Landvolkverband), Heinz Helms (Schützenverein), Angela Reckemeyer (Akkordeonorchester „Büdeltrecker“) und Natascha Höppner (Landjugendgruppe „Tweelbäker Haufen“) teil.

Unterstützung signalisierten die Vorstände von vier benachbarten Vereinen (Fischereiverein Wüsting, Heimat- und Bürgerverein sowie Sportverein Neuenwege und Bürgerverein Osternburg-Dammtor), deren Vertreter ebenfalls anwesend waren.

Der Unterhaltungsverband Wüsting steht als Eigentümer des Sees dem Projekt positiv gegenüber. „Unsere Gremien sehen das als unproblematisch an. Eine Wasserskianlage würde sich gut einfügen“, sagte Verbandsvorsteher Günther Lütje auf Nachfrage der NWZ . Mit dem Investor habe man bereits einen Vorvertrag geschlossen. Der Pachtvertrag komme allerdings erst zum Tragen, wenn der potenzielle Betreiber grünes Licht im Genehmigungsverfahren erhält. Sowohl die Stadt Oldenburg als auch die Gemeinde Hude müssten dafür ihre Flächennutzungspläne ändern. „Da sind noch viele Hürden zu nehmen“, weiß Lütje.

Bedenken, dass die Wasserskianlage die Umwelt beeinträchtigt, teilt er nicht. Der Unterhaltungsverband habe sich Anlagen in Nethen und Wilhelmshaven angesehen. Laut Lütje gibt es Untersuchungen, die belegen, dass das Wasserskifahren die Qualität des Gewässers messbar verbessert. Durch das Aufspritzen des Wassers würden dem See mehrere Tonnen Sauerstoff pro Saison zugeführt. Vom Sauerstoffeintrag profitierten wiederum die Fischbestände.

Die Stadt Oldenburg und die Gemeinde Hude haben sich verwaltungsseitig auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Der Investor ist gebeten worden, Gutachten zu Verkehr und Erschließung sowie eine schalltechnische Untersuchung zu erstellen. Als Eckpunkt für die Planung wurde ihm aufgegeben, den Erhalt des Fußweges, der den See umgibt, zu gewährleisten.

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Zu einer Wasserskianlage gehören vier bis sechs Masten, die eckförmig errichtet werden. Der Motormast enthält den Antrieb und Vorrichtungen zum Ein- und Auskuppeln der Fahrer. Zentrum der Anlage ist der Startplatzbereich, der Bedienstand, Startrampe, ein Betriebsgebäude mit Umkleiden, Sanitäranlagen und Büro sowie Gastronomie umfasst.

ist Anfang der 70er Jahre durch die Entnahme von 3,6 Milliarden Kubikmeter Sand für den Autobahnbau entstanden. Die 31 Hektar große Wasserfläche ist von Grünstreifen (13 Hektar) umgeben. Die Randbereiche sind 1978 von Tweelbäker Bürgern mit 24 000 Büschen und Bäumen bepflanzt worden.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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