GANDERKESEE /HUDE „Politik ist ausgeschlossen.“ – Das legten die 28 Gastronomen, die vor 100 Jahren den „Wirteverein von Ganderkesee und Umgegend“ aus der Taufe hoben, im ersten Paragraphen ihrer Statuten fest. Doch mittlerweile, so hieß es am Dienstag beim Treffen des Dehoga-Ortsverbandes Ganderkesee-Hude, sei das genaue Gegenteil der Fall. „Politik spielt eine ganz große Rolle“, sagte Vorsitzender Peter Burgdorf. Jüngstes Beispiel: das neue Gaststättengesetz für Niedersachsen.

Weichen für Feier gestellt

Die Gastronomen waren in der „Eiche“ in Schlutter zusammengekommen, um erste Weichen für die 100-Jahr-Feier zu stellen. Termin sei Dienstag, 31. August, kündigte Burgdorf an. „Wir überlegen noch, ob wir in einem Saal feiern oder auf ein Schiff gehen.“ Zu dem Fest werde man auch die Hauptlieferanten einladen, insgesamt rechne er mit etwa 100 Teilnehmern.

Aus Anlass des Jubiläums bereitet der Dehoga-Ortsverband eine Broschüre vor. Hierfür zeichnet der aus Peter Burgdorf, Timo Vetter, Ulrich Bach, Walter Thiemann, Uwe Vosteen, Wolfgang Mertins, Heiner Sievers und Ralf Burgdorf bestehende Festausschuss verantwortlich. Zurzeit sammele man „Stoff“ aus der Geschichte der Ganderkeseer und Huder Gastronomie, berichtete Burgdorf. Wer etwas beisteuern kann, wird gebeten, sich bei ihm unter 0171/812 93 40 zu melden.

„Hinten runter gefallen“

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Was die Politik angeht, sei die Gastronomie in jüngster Zeit mehrfach von neuen Gesetzesregelungen betroffen gewesen, brachte Burgdorf in Erinnerung. Nach dem Rauchergesetz sei da die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes im Hotel- und Gaststättengewerbe im Zuge der Steuergesetze 2010 zu nennen. Bedauerlich sei, dass hierbei die Landgastronomie „hinten runter gefallen ist“, zumal die Ermäßigung ausschließlich auf Beherbergungsleistungen begrenzt sei.

Mit einiger Sorge sehe der Ortsverband der Novellierung des Niedersächsischen Gaststättengesetzes entgegen. Danach soll es einfacher werden, eine Gaststätte zu eröffnen, zum Beispiel soll auf ein kostenpflichtiges Erlaubnisverfahren verzichtet werden. Der Ortsverband befürchtet, dass dies die Schwarzgastronomie fördert. Zu diesem Thema wolle man bei der Jahreshauptversammlung die Politik hören.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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