Ganderkesee Rosen, Pralinen und Herzen gehören zum Standardprogramm am Valentinstag. Den Brauch, seinem Liebsten oder seiner Liebsten an diesem Tag etwas zu schenken, haben US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland gebracht. Insbesondere die Werbeindustrie und die Blumenhändler haben seither dafür gesorgt, dass sich der Tag etabliert. Die Geschenkauswahl reicht von Schokolade bis zu Wellness-Reisen.

In Ganderkesee sind hochwertige Kleinigkeiten beliebt. Das ergab eine Umfrage im örtlichen Einzelhandel. „Wir verkaufen Pralinen, Backzubehör in Herzform und kleine Sträuße. Interessant ist, dass wir meistens auf den günstigen Waren sitzen bleiben. Die teuren Pralinen gehen gut weg“, bestätigt Linda Stöver, Mitarbeiterin des Famila-Verbrauchermarktes.

Der VAlentinstag

Valentin von Terni gilt als Namensgeber des Valentinstages. Im 1. Jahrhundert traute der Bischof Liebespaare ohne kaiserliche Erlaubnis. Dafür wurde er am 14. Februar 269 hingerichtet.

Der Schriftsteller Geoffrey Chaucer trug 1383 am königlichen Hof in England das Liebesgedicht „Parliament of Foules“ vor. Darin geht es um Vögel, die Pärchen zusammen bringen. Das Gedicht ist der erste literarische Beleg dafür, dass es einen Tag der Liebenden gibt.

In England ist der Valentinstag seit dem 14. Jahrhundert beliebt. Englische Auswanderer etablierten den Tag in den USA.

Das klassische Geschenk sei immer noch ein Blumenstrauß, meint Floristmeister Frank Tönjes vom gleichnamigen Blumenhaus. Die Preise für Blumen steigen zum Valentinstag. Das liege aber nicht daran, dass sich der Einzelhandel einen hohen Gewinn einstreiche, so Tönjes. Überall auf der Welt sei die Nachfrage nach Blumen zum 14. Februar größer. „Auch wir zahlen einen höheren Einkaufspreis.“ In die Sträuße werden vermehrt Rosen eingebunden. Kleine Herzen aus Holz verzieren das Blumenarrangement.

Auch der Ganderkeseer Weltladen hat ein paar Geschenkideen zu bieten. „Mir fällt auf, dass Herzen aus Stein stärker nachgefragt sind als sonst“, bemerkt Mitarbeiterin Kimberly Henke.

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Die Kunden des Schreibwarengeschäfts Stöber würden oft das Buch „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ kaufen, berichtet Mitarbeiter Alfred Schmidt-Petzold. Die Geschichte vom kleinen Hasen, der dem großen Hasen seine Liebe zeigt, ist bei Erwachsenen ein beliebtes Geschenk. Bei Stöber gibt es eine kleine Ecke mit Geschenken – unter anderem Badekugeln und Schlüsselanhänger in Herzform. „Eben alles, was das Herz begehrt“, sagt Schmidt-Petzold schmunzelnd.

In der Videothek spielt der Valentinstag übrigens keine Rolle. „Die Ganderkeseer schauen am 14. Februar nicht mehr Liebesfilme als sonst“, sagt Alicia Schicke, Mitarbeiterin bei Videotaxi.

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