Ganderkesee „Wenn das von Nau kommt, dann passt das“, zitierte Reinhard Nau die Meinung zufriedener Kunden. Die Schließsysteme, die sein Unternehmen für luxuriöse Jachten entwickelt und installiert, müssen höchsten technischen und ästhetischen Ansprüchen genügen. Wie genau die hochseetüchtigen Türen und Fenster produziert werden, ließen sich Mitglieder der CDU-Ratsfraktion bei einem Besuch am Dienstag zeigen.

Weniger Mitarbeiter, besseres Team

Rund 35 Mitarbeiter, größtenteils im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik, sind derzeit bei der Nau Steuerungstechnik GmbH beschäftigt – weniger als früher. „Man kann nicht nur wachsen, sondern muss sich auch organisieren“, sagte Reinhard Nau. 2010 hatte er 50 Angestellte, darunter viele Leiharbeiter, weil es sehr viele Anlagen zu bearbeiten gab.

Doch nicht nur die Auftragslage, auch das Betriebsklima war ein Faktor der momentanen Verkleinerung. „Eine Firma ist ein sensibles Gerüst“, so Nau, „die Chemie muss passen.“ Die aktuelle Belegschaft ist nach seiner Aussage sehr hoch qualifiziert, gemessen an der Größe. „Wir sind ein gutes Team.“

Sehr hohe Qualitätsansprüche

Das mache sich auch in den Betriebsabläufen bemerkbar, erklärte Nau: „Im Vergleich zu 2012, als es mehr Mitarbeiter gab, sind wir jetzt hochwertiger, schneller, günstiger und produzieren mehr.“ Dazu gehörte auch, interne Varianten in der Produktion zu reduzieren und hauseigene Standards zu entwickeln, berichtete er. „Ich bin selber immer dabei mit neuen Ideen, da zieht man die Leute auch mit.“

Die firmeneigenen Kompetenzen sind mittlerweile viel größer als ursprünglich geplant. „Ich wollte eigentlich nur das Steuern und Antreiben selber bauen und den Rest zukaufen“, sagte Nau. Die Qualität der Produkte war für ihn aber nicht zufriedenstellend, weil selbst normgerechte Toleranzen für die erwartete Passgenauigkeit von Türen und Fenstern zu groß seien. „Mittlerweile machen wir alles selber“, sagte Nau stolz.

Beinahe nach Delmenhorst gezogen

Am Standort Ganderkesee fühlt sich er sich wohl. 1998 hatte er sich aus der Garage seines Hauses in Bookholzberg heraus selbstständig gemacht, 2003 zog er mit sechs Mitarbeitern ins damals neue Gewerbegebiet an der Westtangente. „Ich war schon auf dem Weg nach Delmenhorst, weil ich in Ganderkesee kein Grundstück bekommen habe, dann kam aber im Auto noch ein Anruf“, erinnerte sich Nau.

600 Quadratmeter Fläche belegte seine Firma damals, später kamen noch 1000 Quadratmeter Hallenfläche für den wachsenden Maschinenpark dazu. Die nächste Erweiterung wird bereits geplant. Nau: „Wir brauchen neue Büroflächen.“

Dem Markt um Jahre voraus

Der Weg zum Status als Premium-Lieferant war nicht einfach, berichtete Nau. „Manche Werften sind sehr konservativ“, sagte er. „Im Qualitätsbereich haben wir uns im Laufe der Jahre aber etabliert.“ Derzeit verhandele er über einen Komplettauftrag für eine Jachtausrüstung. „Da suchen wir uns eine Werft aus, nicht andersherum.“

Einige Lösungen der Firma seien dem Markt voraus, sagte Nau. „2000 hatte ich schon Ideen für parallel öffnende Türen, aber da war ich zu früh.“ LED-Beleuchtungen verbaute er dagegen schon jahrelang erfolgreich, bevor das „an Land“ Mode wurde. „Unsere Kunden suchen immer das Besondere.“

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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